Vandalismus: So will sich der Johannes-Kindergarten schützen

Nordstadt

In der nunmehr neunten Woche können die 53 Kinder des Johannes-Kindergartens in der Nordstadt die Außenanlage nicht nutzen. Nahezu täglich finden die Erzieherinnen des Kindergartens Kot auf dem Gelände. Auch Glasflaschen oder -splitter, Drogen, Spritzen und Zigarettenkippen sind keine Seltenheit. Dagegen will sich der Kindergarten nun schützen.

DORTMUND

, 04.07.2017, 02:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vandalismus: So will sich der Johannes-Kindergarten schützen

Ausgang verboten: Wegen Verschmutzung können 53 Kinder nicht draußen spielen.

Neben den Funden im Außenbereich kämpft der Kindergarten mit massivem Vandalismus, erst am Montag war die Polizei vor Ort, da ein Bewegungsmelder als auch Teile der auf dem Flachdach befindlichen Blitzableiteranlage abgerissen worden waren.

Zaun soll erneuert werden

Der Kindergarten ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises. Der zuständige Fachbereichsleiter, Pfarrer Jochen Schade-Homann, kündigte jetzt auf Nachfrage kurzfristig die Errichtung eines höheren Zaunes für das Gelände an. „Wir werden den Zaun jetzt kurzfristig erneuern“, so Schade-Homann. „Auch wenn wir wissen, dass ein Zaun nicht alle Probleme lösen kann, ist der aktuelle Zustand weder hinnehmbar noch akzeptabel.“

Die Schwierigkeiten des Kindergartens hätten sich in den vergangenen Wochen massiv verstärkt. Die Ursache dafür ist eine für den Kindergarten eigentlich positive Entwicklung: Das Außengelände grenzt an einen Spielplatz in der Nordstadt, der im hinteren Bereich einen von der Straße nicht einsehbaren Bereich hatte. Dieser Teil soll, so ist es dem Evangelischen Kirchenkreis seitens der Stadt mündlich zugesichert worden, dem Kindergartengelände zugeschlagen werden.

Probleme haben massiv zugenommen

Nachdem das besprochen worden war, war dieser Bereich durch einen 1,80 Meter hohen Zaun abgesperrt worden. Da das Areal bis dahin offenbar als Drogenumschlagplatz und Toilette missbraucht worden war, nahmen mit der Errichtung des Zauns die Probleme des Kindergartens massiv zu.

Schade-Homann: „Sobald wir eine schriftliche Vereinbarung über die Nutzung der Fläche haben, bestellen wir einen neuen Zaun.“ Gleichzeitig brauche es auf dem benachbarten Spielplatz aber auch mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt. Auch wenn das, wie Schade-Homann weiß, lediglich eine Verdrängung der Szene hinzu einem anderen Ort bedeuten würde.

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