Vater bringt Tochter (8) zur Schule und rastet aus

Landgrafen-Grundschule

Eigentlich wollte ein 47-jähriger Dortmunder nur kurz seine Tochter zur Schule bringen. Weil er aber im Halteverbot stand, wurde er von der Polizei ermahnt. Das passte dem Mann gar nicht. Er rastete dermaßen aus, dass ihn das jetzt vielleicht für immer den Führerschein kostet.

Dortmund

, 07.04.2017, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vater bringt Tochter (8) zur Schule und rastet aus

Verstärkt ist die Polizei auf Schulwegen unterwegs, um Kinder zu schützen und Autofahrer auf die Gefahren hinzuweisen.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hat sich ein Vater bei einer Routinekontrolle vor einer Grundschule äußerst daneben benommen.

Kurz vor Schulbeginn am Freitagmorgen hat der 47-Jährige Dortmunder seine 8-jährige Tochter mit dem Auto zur Schule in der Landgrafenstraße gebracht. Dort führte die Polizei routinemäßig sogenannte Schulwegkontrollen durch. Weil der 47-Jährige seinen Wagen im Halteverbot, zum Teil auf dem Gehweg und noch dazu vor einer Feuerwehrzufahrt geparkt hatte, wiesen die Polizisten ihn auf sein Fehlverhalten hin.

Mann schlug seinen Kopf gegen das eigene Auto

Doch der Mann zeigte sich alles andere als einsichtig. "Er rastete aus, schrie herum, verließ sein Fahrzeug und fluchte lautstark, dass ihm alles 'scheißegal' sei", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei zu dem Vorfall. Außerdem habe der Mann sich geweigert, seine Personalien anzugeben und versuchte, sich einer weiteren Kontrolle zu entziehen. Als er von einem der anwesenden Polizisten festgehalten wurde, versuchte der Mann sich loszureißen.

Daraufhin wurde es mit Handschellen gefesselt und durchsucht, Papiere hatte er aber nicht dabei. Wie es im Polizeibericht weiter heißt, schlug der 47-Jährige plötzlich mit dem Kopf gegen das eigene Auto.

Als Konsequenz musste der Mann mit zur Polizeiwache. "Dort tickte er zwar nicht mehr körperlich aus, blieb allerdings weiterhin verbal aggressiv", so der Polizeibericht. Um eine Erklärung für das äußerst aggressive Verhalten zu finden, wurden ein Alkohol- und ein Drogentest gemacht. "Die fielen allerdings negativ aus", so Polizeisprecherin Cornelia Weigandt. 

Führerschein in Gefahr

Als der Mann schließlich doch seine Personalien angegeben hatte, durfte er die Polizeiwache wieder verlassen. Ihn erwartet nun aber ein Ermittlungsverfahren wegen der Verweigerung der Personalien und der Verkehrsverstöße. Außerdem muss er für das Abschleppen seiner Autos aufkommen, denn wie die Polizei mitteilt, hat er es abgelehnt, dass der Wagen von einem Familienmitglied oder Bekannten abgeholt wird.

Und als sei das noch nicht genug: "Weil der Mann so aggressiv war und total ausgerastet ist, zweifeln wir auch an seiner charakterlichen Eignung zum Autofahren", sagt Polizeisprecherin Weigandt. Deshalb haben die Beamten den Vorfall auch an das Straßenverkehrsamt und den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt gemeldet.

Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben dann noch, dass der Mann erst am Vortag kontrolliert worden war und auch hier aufgefallen war. Seine Tochter war im Auto nicht angeschnallt gewesen. Gut nur, dass sie und die meisten anderen Schüler laut Polizeibericht von dem Vorfall nichts mitbekommen haben.

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