Vater erleidet Herzinfarkt - Tochter sucht Lebensretterin

Preinstraße

Dramatische Minuten spielten sich am Montagabend in Wellinghofen ab: Hermann Harkötter sackte zusammen, erlitt einen Herzinfarkt. Eine unbekannte Frau reagierte vorbildlich - und rettete dem 63-Jährigen das Leben. Die Tochter von Hermann Harkötter sucht jetzt nach der Lebensretterin.

WELLINGHOFEN

, 07.07.2016, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hermann Harkötter mit seiner Tochter Nicole.

Hermann Harkötter mit seiner Tochter Nicole.

Dass Hermann Harkötter noch lebt, hat er der vorbildlichen Hilfe einer unbekannten Frau zu verdanken, die am vergangenen Montagabend gegen 19 Uhr gerade mit Fahrrad an der Haltestelle Preinstraße vorbei fuhr, wo der 63-Jährige vor dem Rewe-Supermarkt auf den Bus wartete.

„Ich muss jemanden finden“, sagte seine Tochter Nicole Harkötter, als sie in unserer Redaktion anrief. Sie möchte sich bei der Unbekannten bedanken. „Das ist mir ein Herzensanliegen, denn sie hat meinem Vater durch eine sehr gute Herzdruckmassage das Leben gerettet“, so Nicole Harkötter. Nichts hatte bei ihrem 63-jährigen Vater auf einen Herzinfarkt hingedeutet. „Er ist sportlich, immer aktiv und topfit“, so Nicole Harkötter. 

Mediziner unterstützte die unbekannte Frau

Etwa zwei Minuten lang hatte die unbekannte Ersthelferin an jenem verhängnisvollen Abend um das Leben von Hermann Harkötter gekämpft. Vor Eintreffen des Notarztes war sie noch von Prof. Dr. Michael Sydow, Leiter der Anästhesie im Johannes-Hospital, unterstützt worden. Der Mediziner war im Vorbeifahren auf den Notfall aufmerksam geworden und hielt sofort an.

"Die jüngere Frau hatte schon erstklassige Arbeit geleistet. Das war entscheidend dafür, dass das gut ausgegangen ist. Vermutlich ist sie Arzthelferin oder Krankenschwester - oder sie hat einfach einen sehr guten Erste-Hilfe-Kurs besucht", so Prof. Dr. Sydow.

„Meinem Vater geht es inzwischen besser“, erklärte Nicole Harkötter, die in der nächsten Woche heiratet. „Seine größte Sorge ist“, ergänzte sie, „dass er bei der Hochzeit wohl nicht dabei sein kann.“ 

Die unbekannte Lebensretterin wird gebeten, sich in der Redaktion unter (0231) 90 59 4815 zu melden – oder per Mail an:

 

 

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