verdi ist Muffel in Sachen Ausbildung

Gewerkschaften

DORTMUND Von den Arbeitgeber fordern die Gewerkschaften lautstark die Schaffung von Ausbildungsplätzen. Doch wie halten sie es selbst mit dem Thema Ausbildung? Da steht es mit ihrer Vorbildfunktion nicht immer zum Besten.

von Von Bettina Kiwitt

, 30.07.2009, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

DGB: Zu kleine Einheit

DGB: Zu kleine Einheit

Das sieht Eberhard Weber, Chef des DGB Östliches Ruhrgebiet, ähnlich. "Es ist bedauerlicherweise unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen ein Makel, bei einer Gewerkschaft ausgebildet zu werden." Die DGB-Geschäftstelle mit ihren drei, vier Mitarbeitern sei viel zu klein, um eine angemessen qualifizierte Ausbildung leisten zu können. Er würde auch im Gegenzug nicht von einzelnen Arbeitgeberverbänden wie etwa dem Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland oder den Unternehmensverbänden Dortmund fordern, dass sie ausbilden. Bei der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer sei das anders, die hätten auch öffentliche Aufgaben zu erfüllen und seien breiter aufgestellt.

IG Metall mit einem Auszubildenden Bei 13 Beschäftigten kann die IG Metall-Verwaltungsstelle Dortmund immerhin einen kaufmännischen Auszubildenden vorweisen. "Das ist doch eine gute Quote", meint die zweite Bevollmächtigte Ulrike Kletezka. "Das haben wir vor neun, zehn Jahren beschlossen." Eine Mitarbeiterin habe daraufhin den Ausbilderschein erworben. Da die Verwaltungsstelle weder eine Personalabteilung noch einen Verkauf habe, arbeite sie bei der Ausbildung mit KHS zusammen. Nach Abschluss der Ausbildung versuche man, die jungen Leute innerhalb der IG Metall unterzukommen. "In einem Betrieb wird's schwierig."  

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