Verein „Start with a Friend“ will aus Geflüchteten und Dortmundern Freunde machen

rnGegenseitige Unterstützung

Geflüchtete und Einheimische unterstützen sich gegenseitig: der Verein „Start with a Friend“ bietet Neuankömmlingen Halt. Auch in Dortmund können sich Menschen engagieren oder Hilfe bekommen.

von Nick Kaspers

Dortmund

, 01.03.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ziel von „Start with a Friend“, kurz SwaF, ist klar: indem man Begegnungen zwischen Einheimischen und Migranten ermöglicht, möchte man Vorurteile abbauen und die Menschen in ihrer neuen Umgebung unterstützen. Dortmund ist seit kurzem ebenfalls ein Standort des Vereins.

Sogenannte Tandems, also Freundschaften zwischen einem Einheimischen und einem Geflüchteten oder Migranten, sollen für einen freundschaftlichen und persönlichen Austausch sorgen. Was sie zusammen unternehmen und wie viel Zeit sie miteinander verbringen, bleibt jedoch ihnen überlassen.

Der Verein vermittelt dabei den Kontakt und steht den Tandems als Ansprechpartner zur Verfügung. Zusätzlich organisieren die Mitarbeiter und Helfer monatlich Veranstaltungen, bei denen aus den vielen Tandems eine große Gemeinschaft werden soll. So wachse und wachse das SwaF-Netzwerk, sagt der Verein.

Begegnung auf Augenhöhe in Dortmund

2014 hat sich SwaF in Berlin gegründet. Heute verteilen sich Teams über alle Regionen Deutschlands und Österreichs. Seit Sommer 2019 vermittelt und hilft ein Team in Dortmund beim Schließen neuer Freundschaften.

Katharina Lunenberg ist die Ansprechparterin, auch „Fellow“ genannt, des Dortmunder SwaF-Teams. Zusammen mit neun weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern koordiniert sie die Dortmunder Tandems und steht ihnen als Betreuerin zur Verfügung.

Sie verdeutlicht, dass bei SwaF die Begegnung von Migranten, Geflüchteten, Einheimischen und Helfern auf Augenhöhe oberste Priorität habe. Die Freundschaft zwischen allen Beteiligten stünde im Vordergrund, nicht etwa finanzielle Hilfe, erklärt sie.

Regelmäßige Betreuungsgespräche

Lunenberg wünscht sich gerade in Dortmund viele Tandems und eine starke Zusammenarbeit, da „Dortmund eine Migrationshochburg Deutschlands“ sei. Die bisherige Zusammenarbeit sei sehr erfolgreich gewesen. „Gerade hier ist aber auch noch Potenzial nach oben“, sagt sie.

Mindestens zwei Stunden pro Woche solle man für eine Tandem-Partnerschaft mitbringen. Im ersten halben Jahr der Partnerschaft wird in regelmäßigen Betreuungsgesprächen überprüft, ob es zwischen beiden Personen passt.

Wer Interesse hat, im Dortmunder SwaF-Team mitzuhelfen oder sich in einem Tandem zu engagieren, kann sich unter der www.start-with-a-friend.de anmelden. Dann folgen ein Treffen zum Kennenlernen, Infoabende und schließlich die Vermittlung - womöglich mit einem neuen Freund.

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