Vergleich geplatzt: Landen Ex-BVB-Star Dembélé und sein Ex-Vermieter doch vor Gericht?

rnAmtsgericht

Ex-BVB-Star Ousmane Dembélé pokert offenbar weiter um einen möglichst günstigen Abschied aus Dortmund. Im Streit mit seinem Ex-Vermieter hat er einen ersten Vergleichsvorschlag abgelehnt.

Dortmund

, 06.05.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich fordert Vermieter Gerd Weissenberg noch rund 20.000 Euro von dem französischen Zauberfuß. Als Ousmane Dembélé nach wochenlangem Streit im Sommer 2017 zum FC Barcelona wechselte, soll er sein Haus im äußersten Süden Dortmunds in einem "furchtbaren" Zustand zurückgelassen haben. Einige Fliesen seien kaputt gewesen und die Toilette verstopft, so Weissenberg. Außerdem habe der Fußballprofi längst nicht die komplette Miete gezahlt.

Erster Termin im April

Anfang April hatten sich Dembélés Rechtsanwalt Horst Kletke und der Vermieter erstmals vor dem Amtsgericht getroffen. Der Fußball-Profi war zu diesem Termin ausdrücklich nicht geladen worden. In der Verhandlung bestritt Kletke im Auftrag seines prominenten Mandanten sämtliche Vorwürfe und ging seinerseits auf den Vermieter los.

Dass Bilder aus dem Inneren des Hauses an die Öffentlichkeit gelangt seien, sei nicht in Ordnung. Zum Zeitpunkt der Anfertigung habe das Mietverhältnis noch existiert, Gerd Weissenberg somit überhaupt kein Recht gehabt, einfach in das Haus einzudringen und Fotos zu machen. Und während eines laufenden Mietverhältnisses, so Kletke, dürfe man ja wohl auch mal nicht aufräumen und auf das Lüften verzichten.

Vorschlag: 6600 Euro

Amtsrichter Roman Hänsch appellierte schließlich an beiden Seiten, sich doch möglichst zu bewegen und den Fall ohne langwierigen Prozess vom Tisch zu bekommen. Sein damaliger Vorschlag: Dembélé zahlt noch gut 6600 Euro an den Ex-Vermieter, und dieser darf gleichzeitig die hinterlegte Kaution von 4000 Euro behalten. Alles in allem erhalte Gerd Weissenberg so rund die Hälfte seiner Forderungen.

Vergleich geplatzt: Landen Ex-BVB-Star Dembélé und sein Ex-Vermieter doch vor Gericht?

Ablehnung erhalten: Dembélés Rechtsanwalt Horst Kletke. © Martin von Braunschweig

Während der Hausbesitzer schon im Gerichtssaal seine Zustimmung signalisierte, wollte Anwalt Kletke den Vorschlag zunächst mit seinem Mandanten in Barcelona besprechen. Und von dort erreichte ihn tatsächlich eine Ablehnung. "Der Vergleich ist nicht zustande gekommen", sagte eine Gerichtssprecherin am Montag. Inzwischen habe Amtsrichter Hänsch einen zweiten Vorschlag gemacht.

Frist bis Ende Mai

Mit diesem würde Ousmane Dembélé nun noch einmal Geld sparen, denn die zu zahlende Summe wurde auf nur noch 4000 Euro reduziert. Hinzu kämen erneut die 4000 Euro Kaution (zwei Monatsmieten), die der Fußballer bei seinem Einzug hinterlegt hatte.

Eine Reaktion auf das neue Angebot liegt derzeit von keiner Seite vor. Bis Ende Mai haben Gerd Weissenberg und Horst Kletke im Namen seines Mandanten in Barcelona Zeit, sich zu äußern. Erst dann kann das Gericht feststellen, ob der Fall erledigt ist oder eine lange und aufwändige Beweisaufnahme durchgeführt werden muss.

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