Wirtschaft in Dortmund

Verkaufsoffene Sonntage 2022 nur außerhalb des Walls?

Neun verkaufsoffene Sonntage soll es 2022 in Dortmund geben - der Rat wird das in seiner Sitzung am Donnerstag aller Voraussicht nach beschließen. Dazu gibt es nun eine ungewöhnliche Idee.
Zu verkaufsoffenen Sonntagen - hier rund um den Hansemarkt Anfang November - ist Dortmunds City immer brechend voll. © Stephan Schütze (Archivbild)

Neun Daten stehen in dem Konzept zu den verkaufsoffenen Sonntagen 2022 in Dortmund, welches das Ordnungsamt jedes Jahr in Abstimmung mit Vertretern von Gewerkschaften, Handel und den Kirchen aufstellt – immer rund um große Feste in den einzelnen Stadtbezirken.

Es fand am Dienstag (14.12.) breite Zustimmung im Ausschuss für öffentliche Ordnung – jedoch mit einer bemerkenswerten Einschränkung.

Die Grünen klammerten bei ihrer Zustimmung die drei verkaufsoffenen Sonntage in der westlichen Innenstadt aus, zu der auch die City gehört. Diese sollen nach dem Willen der Grünen explizit nicht – wie geplant – innerhalb des Wallrings stattfinden.

Ein verkaufsoffener Sonntag in der City bringe dem lokalen Handel nur begrenzt etwas, argumentierte der grüne Ratsherr Benjamin Beckmann, sondern vor allem den dort dominierenden großen Ketten. Daher sei seine Partei dafür, lediglich die Innenstadt-Geschäfte außerhalb des Walls öffnen zu lassen.

Das sei kaum durchzusetzen, wandte jedoch Ordnungsamtsleiterin Beate Siekmann ein. Die verkaufsoffenen Sonntage seien an Feste gekoppelt, die ausschließlich in der City stattfänden: das E-Bike-Festival, den Hansemarkt und den Weihnachtsmarkt.

Außerdem warnte Siekmann davor, das mit allen Interessengruppen ausgiebig diskutierte Paket aufzuschnüren: „Wir haben uns um jeden Tag und um jedes Fest geprügelt.“ Dass der Rat dem grünen Vorschlag folgt, ist unwahrscheinlich.

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