Verkaufsoffener Sonntag blieb hinter den Erwartungen zurück

Händler-Bilanz

Die City war brechend voll: Von 13 bis 18 Uhr hatten am Sonntag viele Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Doch der Kassensturz der Einzelhändler fällt eher durchwachsen aus - mit vereinzelten Ausnahmen. Eine Bilanz.

DORTMUND

, 06.12.2015, 02:09 Uhr / Lesedauer: 3 min
Verkaufsoffener Sonntag blieb hinter den Erwartungen zurück

Menschenmassen auf dem Westenhellweg - am Sonntag (6.11.) haben die Geschäfte in der Innenstadt wieder offen, auch der Hansemarkt ist noch an diesem Wochenende.

Aktualisierung 18 Uhr: Die große Bilanz

Und Schluss! Seit wenigen Minuten ist der verkaufsoffene Sonntag Geschichte. Hier kommt unsere Blitz-Bilanz: 

  • C&A: „Das Geschäft bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Stadt ist zwar voll, aber Bekleidungsstücke sind nicht so gefragt“, sagte Dirk Obermeyer, Geschäftsführer von C&A am Ostenhellweg, kurz vor Ende des verkaufsoffenen Sonntags. „Bedarfskäufe“, erklärte er, „bleiben wohl in diesem Winter wegen der milden Witterung aus. Gut gefragt sind dagegen modische Artikel, Accessoires und die Kinderartikel.“
  • Cityring: „Das war nicht der berühmte Mantelsonntag, als den der Textileinzelhandel den zweiten Adventssonntag bezeichnet“, stellte auch Cityring-Chef Dirk Rutenhofer fest. Im dichten Gedränge auf dem Westenhellweg vermisste er die großen Einkaufstüten. „Die Umsätze blieben allgemein bestimmt um 20 Prozent hinter denen des Vorjahres zurück. Am meisten leiden die kleinen Geschäfte in der City. Manche sprachen gestern von einem großen Kassenelend“, sagte Rutenhofer.
  • Galeria Kaufhof: „Mehr erhofft“ hatte sich auch Natalie Deuster, Geschäftsführerin derGaleria Kaufhof. „Der Textilbereich“, stellte auch sie fest, „schwächelt. Gut läuft dagegen das Geschenksortiment – also Uhren, Schmuck oder Spielwaren. Playmobil etwa ist sehr gefragt und auch die neue Autorennbahn Anki Overdrive, die vom Smartphone gesteuert wird.“
  • Thier-Galerie: Gut angenommen wurde laut Center-Managerin Heike Marzen das Serviceangebot in der Thier-Galerie – mit Pagen an den Eingangstüren, Geschenkeverpackung und Tütenträgern zum Parkhaus. „Gefragt waren vor allem Deko-Artikel für Zuhause und Klein-Elektronik“, so Marzen. Textilien gingen auch in der Thier-Galerie „weniger“.
  • Saturn: Zufrieden äußerte sich Marc Oliver Schott, Geschäftsführer von Saturn. Er beobachtete am verkaufsoffenen Sonntag hohe Nachfragen nach Handys, CDs, DVDs, Spielen und Spielekonsolen. „So etwas wie die Renner sind in diesem Jahr aber die Action-Cams und Bluetooth-Lautsprecher sowie Spiegelreflexkameras.“

Aktualisierung 16.15 Uhr: Der Endspurt hat begonnen

Die heiße Phase des verkaufsoffenen Sonntags hat begonnen. Noch bis 18 Uhr sind die meisten Geschäfte in der City geöffnet. Parkplätze gibt es fast keine mehr, die meisten Parkhäuser sind inzwischen voll.

Wie es aktuell in den Parkhäusern der Innenstadt aussieht, können Sie hier sehen:

Aktualisierung 14.55 Uhr: Zwischenfazit aus der Thier-Galerie

Dortmunds Straßen sind weiter gut gefüllt. Die Händler sind bislang zufrieden mit dem Umsatz. "Es ist wunderbar angelaufen. Das Haus wurde sehr schnell sehr voll. Auch der Nikolaus ist da und viele Kinder scharen sich um ihn", sagt um Beispiel Thier-Galerie-Chefin Heike Marzen auf Anfrage unserer Redaktion. Und weiter: "Damit die Kunden ganz entspannt einkaufen können, setzen wir auf guten Service und bieten eine Garderobe und auch Tütenträger an. Bisher war im Weihnachtsgeschäft so recht noch keine Kauflaune für Winterkleidung zu spüren. Mal sehen, ob sich das heute ändert."

Noch ein kurzer Blick in die Parkhäuser: Hauptbahnhof, Freistuhl, Kuckelke, Bissenkamp, Kaufhof, Hansaplatz, Rathaus und Thier-Galerie sind inzwischen voll.  

"Seit 13 Uhr haben wir ein erhöhtes Verkehrsaufkommen", heißt es aus der Polizei-Leitstelle. Nur zäh fließt der Verkehr auf den Einfahrtsstraßen (B1, B54 und Märkische Straße) in Richtung City. An den Westfalenhallen ist es ebenfalls eng, dort finden ein Kinder-Musical und eine große Comic-Messe statt. "Allgemein ist die Lage aber noch entspannt", heißt es von der Polizei.

Aktualisierung 13.45 Uhr: Erste Straßen sind dicht

Auf den Straßen rund um die City ist es schon recht voll. Die Parkhäuser an der Thier-Galerie, bei Karstadt und Kuckelke sind bereits belegt. Die meisten Geschäfte in der City haben geöffnet - und natürlich die Thier-Galerie. Dazu hat der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt geöffnet.

Vorbericht: Shoppen am Nikolaustag

Am zweiten Adventssonntag öffnen die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr. Der Weihnachtsmarkt ist natürlich auch geöffnet. Schon jetzt sind die Einzelhändler mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden.  Das Weihnachtsgeschäft, sagen Axel Schroeder, stellvertretender Vorsitzender des Cityrings, und mehrere Händler unisono, sei gut angelaufen. 

Der verkaufsoffene Sonntag in der City am Nikolaustag (6. Dezember) dürfte seinen Teil dazu beitragen. „Da wird das Geschäft richtig brummen, wenn das Wetter stimmt“, prognostiziert Axel Schroeder. Die Parkplätze in der Innenstadt dürften wieder heiß begehrt sein. Wer kann, der sollte die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Wie es aktuell in den Parkhäusern der Innenstadt aussieht, können Sie hier sehen:

Wem der große Rummel in der City zu viel, der sollte vielleicht mal nach Mengede fahren. Im Ortskern laden die Geschäfte ebenfalls zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Eine gute Gelegenheit, sich von der romantischen Stimmung im Ort gefangen nehmen zu lassen. Denn die Stadt hat in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen, um den Mengeder Ortskern aufzuhübschen. 

Von 13 bis 18 Uhr öffnen viele der Mengeder Händler ihre Geschäfte und laden mit attraktiven Preisnachlässen zum Geschenke-Shoppen ein: „Wer auf der Suche nach einem stressfreien Weihnachtseinkauf für die ganze Familie mit einem Adventsmarkt ist, der ist in Mengede gut aufgehoben“, verspricht Gewerbevereins-Sprecherin Gabi Honndorf-Steinke. 

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