Verkaufsstart mit Randale: Neue Art der Fantreffs

Kurdo und 18 Karat

Die Polizei Dortmund muss sich auf eine neue rabiate Form von Musikfantreffs und Autogrammstunden einstellen. Unbekannte rufen im Internet zu einer öffentlichen Veranstaltung auf, ohne übliche Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Zuletzt waren zwei Treffs von Fans der Rapper Kurdo und 18 Karat eskaliert.

DORTMUND

, 07.03.2016, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie beim Rapper „Kurdo“ am 19. Februar in Eving kam es am Freitag beim Verkauf von CDs des Rappers „18 Karat“ zu Gewalt und Randale. Zur Autogrammstunde in Eving hatte Kurdo selbst aufgerufen – als „Verbrecher aus der Wüste“. 3500 Fans randalierten vor und in dem Elektronikmarkt und lösten einen Polizeieinsatz aus. Die so entstandenen Szenen nutzte Kurdo für einen professionellen Videozusammenschnitt von der geplatzten Autogrammstunde – eine geschickte Aktion, innerhalb weniger Stunden im Internet platziert.

Auch für den in einem Videofilm mit nackten Frauen posierenden Rapper „18 Karat“ ist das Internet das Nummer-1-Medium. Sein Gesicht tarnt er gern mit einer goldenen Maske, die 3000 Euro gekostet haben soll. Vergangenen Freitag nutzten Unbekannte Facebook, um für den Verkaufsstart des aktuellen 18-Karat-Albums zu werben.

Unbekannte riefen dazu auf, "die Läden zu stürmen"

Ohne das mit Saturn abzustimmen, riefen sie zu einem Fantreffen am Westenhellweg auf, um „die Läden zu stürmen“ und das Album an die Spitze der Verkaufslisten zu bringen. Saturn rief die Polizei und verstärkte den eigenen Sicherheitsdienst. Fans gerieten aneinander und bewarfen Polizisten. Die Randale setzte sich später in der unbeteiligten Thier-Galerie fort.

„Das war ein Riesentumult“, kommentierte am Montag auch Frank Büker vom Einrichtungshaus Büker am oberen Westenhellweg. Aus Angst hatten Kunden sein Geschäft nicht verlassen, bevor die Polizei für Ruhe sorgte.

18 Karat: "Trotzdem seid ihr die besten Supporter"

Kurdo und 18 Karat selbst haben die Tumulte nicht zu verantworten. Aber sie profitieren davon. Richtig von der Gewalt distanziert hat sich zumindest 18 Karat nicht. Nach der jüngsten Randale am Freitagabend meldete sich der Dortmunder Rapper noch in der Nacht auf Facebook bei seinen Fans: "Ich wollte, dass ihr einen schönen Tag habt und nicht so randaliert", schrieb er dort zwar. "Trotzdem seid ihr die besten Supporter der Welt und ich feier euch so krass, wie ihr mich!"

 

 

#SUPREMOS, das Fan-treffen heute wurde von Supportern veranstaltet und nicht von mir. Es war nie davon die Rede, dass...

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