Verletzungen im Superfly: Bis zu fünf Rettungseinsätze pro Monat

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Der Trampolinpark Superfly wirbt mit spektakulären Bildern. Ein Besucher hörte, dort habe es schon deutlich schlimmere Verletzungen als Beinbrüche gegeben. So äußert sich die Firma.

Dortmund, Oespel

, 22.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Team des Trampolinparks Superfly wirbt mit spektakulären Videos. Meterhoch fliegen die Besucher von den Trampolinen aus in die Luft, Saltos und Schrauben inklusive. Mit einer Fläche von fast 3000 Quadratmetern sei das Superfly Dortmund einer der größten Trampolinparks in Europa.

Im Herbst 2016 hat die Halle am Indupark in Dortmund-Oespel eröffnet. „Sicherheit steht in unserem Unternehmen an erster Stelle“, ist auf der Internetseite zu lesen. Jeder Kunde muss beim ersten Besuch eine Haftungserklärung abgeben. Ein Besucher berichtet, ihm sei vom Personal gesagt worden, dass es schon schlimmere Verletzungen als Beinbrüche gegeben habe.

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In den Benutzungsregeln ist an mehreren Stellen zu lesen: „Bei Nichtbeachtung können schwerwiegende Verletzungen, Lähmungen oder Tod die Folge sein.“ Die Benutzung erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr. Auf Anfrage unserer Redaktion heißt es: „Konkrete Auskünfte über Unfälle können wir leider nicht erteilen.“

Der Sicherheitsbeauftragte von Superfly bittet um Verständnis, „dass wir weder wissen, noch nachvollziehen können, was welcher Mitarbeiter zu welchem Kunden wann gesagt hat“. Jedenfalls vollbringe das Unternehmen große Anstrengungen, den Gästen die größtmögliche Sicherheit zu bieten.

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Das Personal sei vom Deutschen Turnerbund geschult, die Anlage werde baulich auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Auch bei hoher Auslastung sei immer ausreichend qualifiziertes Personal auf der Fläche. Der Trampolinsport biete bei korrekter Ausübung nicht mehr Verletzungsgefahr als andere Breitensportarten.

Einen bis fünf Rettungseinsätze pro Monat

Vom Dortmunder Rettungsdienst heißt es auf Anfrage zum Superfly: „Übers letzte halbe Jahr gesehen hatten wir dort immer einen bis fünf Einsätze pro Monat.“ Dieses Aufkommen sei mit einer Eissporthalle vergleichbar, so Sprecher André Lüddecke.

Seiner Einschätzung nach gebe es bei gewerblichen Anbietern generell eher mehr Einsätze als an Sportplätzen, wo etwa Fußballer privat unterwegs sind. „Da humpelt man eher nach Hause und packt selbst Eis auf den Knöchel“, so Lüddecke. Ähnlich wie Schulen seien gewerbliche Anbieter eher darauf bedacht, bei Unfällen den Rettungsdienst zu verständigen.

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