Vermieter wollte gegen Thor-Steinar-Laden vorgehen - jetzt schwindet seine Hoffnung

rnBei Neonazis beliebt

Der Vermieter des Thor-Steinar-Ladens am Brüderweg hat seinen Anwalt um Hilfe gebeten, das Geschäft wieder loszuwerden. Doch einen Monat nach der Eröffnung hat er kaum noch Hoffnung.

Dortmund

, 01.10.2019, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ende August hat in einem Hinterhof am Brüderweg das Bekleidungsgeschäft Tønsberg eröffnet. Es gehört zur Marke Thor Steinar, die bei Rechtsextremen beliebt und deshalb zum Beispiel im Signal Iduna Park verboten ist.

Seitdem wird jede Woche dagegen demonstriert - bekannte Rechtsextremisten postierten sich vor dem Laden. Der Vermieter ließ rechtliche Schritte gegen die Mieter prüfen.

In anderen Städten konnten Vermieter die ungeliebte Marke loswerden, weil sie vor Gericht angaben, arglistig getäuscht worden zu sein. Dort hatten die Mieter im Vorfeld verschwiegen, welche Kundschaft in den Läden zu erwarten war. Doch einen Monat nach der Eröffnung zeigt sich der Dortmunder Hausbesitzer resigniert.

Im Mietvertrag sei verschriftlicht, dass die Marke Thor Steinar in dem Geschäft verkauft werde. Weder der Hausbesitzer noch sein Anwalt hätten die Marke und ihr Image bei der Unterschrift gekannt, betont der Dortmunder gegenüber unserer Redaktion. Der Anwalt habe jetzt festgestellt, dass man nichts gegen den gültigen Fünf-Jahres-Mietvertrag tun könne.

Inzwischen hätten schon andere Anwohner ihre Wohnungen gekündigt, weil sie nicht in der Nachbarschaft von Thor Steinar leben möchten, berichtet der Vermieter. Jetzt will er noch prüfen, ob er diesen Umstand nutzen kann, um doch noch gegen den Laden vorzugehen.

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