Versuchte Tötung im Dortmunder Süden Mann sticht auf 30-Jährige ein

Redakteur
Mehrere Streifenwagen, ein Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber stehen vor einem Haus in Dortmund-Sölderholz.
Mehrere Streifenwagen der Polizei, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber eilten nach Dortmund-Sölderholz. © Markus Wüllner
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Ein Großeinsatz der Polizei in Dortmund-Sölderholz hat am Mittwochnachmittag (26.10.) für Aufsehen gesorgt. Viele Einsatzfahrzeuge und auch ein Rettungshubschrauber waren an einem Haus zu sehen.

Jetzt ist klar: Hier hat es ein Gewaltverbrechen, ein versuchtes Tötungsdelikt, gegeben.

Laut einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei ist eine 30-jährige Frau an der Bodieckstraße durch drei Messerstiche schwer verletzt worden.

Die Informationslage war am Vorabend zunächst sehr dünn – ließ aber schon nichts Gutes ahnen. Die Polizei bestätigte den Einsatz, verwies für weitere Informationen jedoch an die Staatsanwaltschaft.

Dieses Vorgehen deutete schon auf ein Kapitalverbrechen hin, weil die Pressehoheit in solchen Fällen stets bei der Staatsanwaltschaft liegt. Zu Kapitalverbrechen zählen beispielsweise Mord und Totschlag.

Die Staatsanwaltschaft war am Mittwoch nicht mehr erreichbar – jetzt schildert sie in der gemeinsamen Mitteilung mit der Polizei einige Hintergründe zu dem Einsatz im Dortmunder Süden.

Mehrfache Stiche mit Küchenmesser

Nach derzeitigem Kenntnisstand habe ein 46-jähriger Dortmunder gegen 14.10 Uhr mehrfach mit einem handelsüblichen Küchenmesser auf die 30-Jährige eingestochen, heißt es in der Mitteilung.

Ein Rettungswagen brachte die schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzte Dortmunderin in ein Krankenhaus. Eine bei der Dortmunder Polizei eingerichtete Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Der psychisch auffällige Tatverdächtige ließ sich noch am Einsatzort widerstandslos festnehmen, heißt es weiter. Er ist noch am Donnerstag (27.10.) von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachtet worden.

Am Nachmittag heißt es in einer weiteren Mitteilung, der psychisch auffällige Mann sei im Anschluss einem Richter vorgeführt worden. Dieser ordnete antragsgemäß die einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Fachklinik an.