Das Einkaufen auf dem Westenhellweg ist wieder möglich - aber nur unter Auflagen. Vor allem die Schnelltests müssen gut kontrolliert werden, denn sie dürfen beim Betreten eines Geschäfts nicht älter als 24 Stunden sein. Das sorgt gerade für Verwirrung. © Stephan Schütze
Corona-Pandemie

Verwirrung um Tests in Dortmund: „Das haben viele nicht verstanden“

Der Inzidenz-Wert liegt in Dortmund unter 100 - und es herrscht bei Kunden und Händlern Verwirrung in Sachen Shoppen mit Schnelltest. Wie alt darf das Testergebnis sein: 24 oder 48 Stunden?

Unter bestimmten Auflagen ist das Einkaufen in allen Geschäften wieder möglich. Ein Vergnügen ist das derzeit allerdings nicht – weder für die Kunden noch für die Einzelhändler.

„Die gesamten Corona-Schutzverordnungen sorgen für eine unglaubliche Verunsicherung. Es gibt viele Regelungen – und die ändern sich auch noch dauernd“, sagt Markus Kaluza, Sprecher des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland.

Im Mittelpunkt steht derzeit an vielen Eingängen zu Geschäften in der Dortmunder City die Frage nach der Gültigkeit des negativen Corona-Testergebnisses. Es darf nicht älter als 24 Stunden sein. Am Donnerstag (27.5.) ändert sich das allerdings.

Auch im Handelsverband wird oft gerätselt

Zwar liegt die Inzidenz auch jetzt schon unter 100, dann aber erst liegt sie „stabil unter 100“. Und erst, wenn das der Fall ist, gelten die Lockerungen, die bei einer Inzidenz unter 100 möglich sind. Für den Schnelltest heißt das: Er ist dann nicht mehr nur 24 Stunden, sondern 48 Stunden gültig.

„Das haben ganz viele Menschen nicht verstanden. Da wird schon manches Mal lamentiert“, sagt Paul Spielhoff aus dem Vorstand des Cityrings und selbst Inhaber des Einrichtungshauses Wim Gelhard in der Innenstadt.

„Für Händler und Kunden ist es gleichermaßen verwirrend. Selbst in unserem Verband sind wir manchmal nicht sicher, welcher Händler wo was wie verkaufen darf“, sagt Markus Kaluza.

Dass die „sich häufig verändernden Vorgaben“ für Kunden und Mitarbeiter herausfordernd seien, bestätigt auch Julia Benkel, Sprecherin der Mayerschen Buchhandlung. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Kundinnen und Kunden aus diesem Grund schon standardmäßig einen aktuellen Corona-Test mit sich führen.“

Schuhhaus Vogelsang: „Die meisten kommen mit tagesaktuellem Test“

Rundum gute Erfahrungen macht Ute Gemmeke aus der Geschäftsleitung des Schuhhauses Vogelsang am Westenhellweg. „Für meine Kunden kann ich sagen: Das klappt problemlos. GGG, also komplett geimpft, genesen oder getestet, ist bei jedem angekommen“, sagt sie.

Auch mit der derzeit noch auf 24 Stunden begrenzten Gültigkeit des Corona-Tests hat sie keine Probleme. „Die allermeisten Kunden“, so Ute Gemmecke, „kommen in die City, lassen sich zuerst testen und haben einen tagesaktuellen Test.“

Mit Blick auf den Donnerstag schätzt Markus Kaluza vom Handelsverband allerdings, dass die 48-Stunden-Gültigkeit eines Schnelltest schon noch eine Erleichterung für den Handel und seine Kunden bringe. Ein Grund zum Jubeln sei das aber nicht. „Eine Testpflicht hält ganz viele Kunden einfach vom Einkaufen ab“, sagt er.

Händler wünschen sich Ende der Testpflicht

„Die Lockerheit geht verloren. Erst einen Schnelltest machen zu müssen, ist für viele eine hohe Hürde. Sie sagen, sie kommen erst, wenn die Inzidenz stabil unter 50 ist, und sie dann keinen Test mehr benötigen“, sagt Paul Spielhoff.

Und vielleicht ist das ja schon bald so weit. Am Dienstag sank die Inzidenz nach Berechnungen der Stadt Dortmund bereits auf 54,2.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
Zur Autorenseite
Peter Wulle

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.