Vibrationsalarm für die Kunst

Mobiler Museumsführer

DORTMUND Ein angedeuteter Wurf mit dem Arm - das Apple iPhone oder der iPod Touch dabei bitte gut festhalten - und schon gibt es Infos, Infos, Infos. So könnte die Museumsführung der nahen Zukunft aussehen. Zumindest stellen sich das die drei Gründer des Dortmunder Unternehmens GeoMobile so vor.

von Von Claudia Picker

, 11.05.2009, 14:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Funktionsweise ist einfach: Der Raum ist W-Lan-vernetzt. Ein Ortungssystem hat alle Exponate als rote Punkte erfasst und es erkennt den Standort des Besuchers. Passiert man ein Exponat, vibriert das iPhone. Jetzt kann sich der Museumsbesucher entscheiden: Lasse ich das Ausstellungsstück auf mich wirken oder informiere ich mich ausführlich.Will der Besucher Informationen, reicht eine Schüttelbewegung mit dem iPhone. "Als würden sie es wegwerfen wollen", sagt Michael Gerhard. Einmal schütteln und schon zeigt das iPhone das entsprechende Museumsstück. Dazu ein Text, wahlweise ein Video, einen Hör-Beitrag - oder "mehr". 

"Wenn jemand interessehalber zum Beispiel in einer Kunstausstellung mehr zum Thema Expressionismus wissen möchte, kann das Museum ihm das unter dem Punkt 'mehr' anbieten", sagt Tim Ontrup. Sein Unternehmen stellt das System. Über den Umfang des Inhalts entscheidet das Museum. "Die Museumsdirektoren, die hier waren, würden das System nehmen", sagt Michael Gerhard. GeoMobile sucht erste Auftraggeber, um das System realtiätsnah zu testen.   Die drei Männer haben sich das so gedacht: Die mobilen Endgeräte - iPhone oder iPod Touch - können am Museumseingang geliehen werden. Oder das Programm kann auf das eigene Gerät runter geladen werden.

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