Welche Straßen sind Dortmunds Unfall-Schwerpunkte? 4 Grafiken zeigen es

rnUnfälle und Verletzte

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Dortmund erreichte 2019 einen Höchststand. Neue Zahlen zeigen, wo es am häufigsten kracht und wo in den letzten Monaten die meisten Menschen verletzt wurden.

Dortmund

, 02.06.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die B54 im Dortmunder Stadtgebiet war in den vergangenen 16 Monaten Dortmunds Unfall-Hotspot. Fast 200 Mal krachte es dort seit Anfang des Jahres 2019. Die schwersten Unfälle passierten hingegen auf anderen Abschnitten, die durch Dortmund führen.

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Dies und noch mehr zeigen die Unfallzahlen der Polizei vom 1. Januar 2019 bis zum 30. April 2020 - bezogen auf die Bundes- und Autobahnen, die durch Dortmund verlaufen. Vier Grafiken zeigen eindrucksvoll, welche Abschnitte in den vergangenen Monaten die gefährlichsten waren. Unfälle im übrigen Stadtgebiet tauchen in den Zahlen nicht auf.

1. Hier hat es am häufigsten gekracht:

Mit 195 Unfällen ist die B54 klarer Spitzenreiter, mit etwas Abstand folgt die A1 mit 127 Unfällen, die A2 liegt auf Platz 3. Die wenigsten Unfälle passierten auf der A44 - hier gab es nur drei Crashs im Erhebungszeitraum.

2. Hier wurden die meisten Personen verletzt

Wenig überraschend gab es auf der B54 zwischen Januar 2019 und April 2020 auch die meisten Verletzten. 268 Menschen wurden bei Unfällen auf der Bundesstraße in Dortmund schwer oder leicht verletzt.

Auf Platz 2 und 3 liegen auch in dieser Statistik Dortmunds Abschnitte von A1 und A2. Bei den Autobahn-Unfällen kamen auch Menschen ums Leben, die in der Statistik ebenfalls als Verletzte gezählt werden. Auf der B54 gab es keine Todesopfer.

3. Hier gab es die schwersten Unfälle:

Bei den Verläufen der vielen Unfälle zeigt sich ein etwas anderes Bild. Zwar kam es auf der B54 in den vergangenen 16 Monaten zu den meisten Unfällen, die Unfälle auf der A1 waren jedoch häufig heftiger.

Bei den 195 Unfällen auf der B54 wurden 25 Personen schwer, die 243 anderen leicht verletzt - der Anteil der Schwerverletzten liegt damit bei rund neun Prozent. Gleichzeitig wurden bei den 127 Unfällen auf der A1 knapp 21 Prozent der Unfallopfer schwer verletzt, nämlich insgesamt 41 von 189 Personen.

Insgesamt starben seit Anfang 2019 sieben Personen bei oder nach Verkehrsunfällen auf Dortmunds Autobahnen und Bundesstraßen: Zwei Personen kamen bei Unfällen auf der A1 ums Leben, eine Person auf der A45. Bei oder nach Unfällen auf der A2 kamen insgesamt vier Personen bei vier unterschiedlichen Unfällen ums Leben.

4. Alle Unfall-Zahlen auf einen Blick

Die letzte Grafik zeigt alle Daten zu Unfällen auf Dortmunds Bundesstraßen und Autobahnen zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020. Auch geht aus ihr hervor, wie viele Personen bei den Unfällen an den verschiedenen Orten zu Schaden kamen.

In ihrem Bericht zur Verkehrsunfallstatistik 2019 nennt die Polizei mangelnden Abstand und Überholmanöver als zwei der Hauptunfallursachen auf der Autobahn. Auch die überhöhte Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer ist demnach ein häufiges Problem, genauso wie die Ablenkung durch elektronische Geräte.

Im selben Bericht spricht die Polizei auch von einem Anstieg der Unfallzahlen sowohl im Stadtgebiet, als auch auf den Autobahnen - wobei hier auch Autobahnstrecken außerhalb von Dortmund berücksichtigt wurden. Nichtsdestotrotz erreichten die Zahlen einen Zehn-Jahres-Höchststand - obgleich die Anzahl der Verletzten bei Unfällen gesunken ist.

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Die Polizei erklärt sich das einerseits damit, dass die Zahl der Fahrzeuge auf Dortmunds Straßen in den letzten Jahren ebenfalls gestiegen ist. Gleichzeitig verhindere womöglich die bessere Sicherheitstechnik in Autos immer häufiger schwere Verletzungen.

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