Vom gleichen Wein kosten wie Königin Elisabeth? Dieser neue Weinladen macht‘s möglich

rnNeuer Weinladen

Das Angebot ist geschmackvoll, das Ambiente auch. Im Dortmunder Süden hat ein neuer Weinladen eröffnet – und dort gibt es nicht nur Wein, sondern auch etwas Leckeres zwischen die Zähne.

Aplerbecker Mark

, 29.09.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Regale mit Flaschen voller Wein ziehen sich bis unter die Decke. Vollgestopft wirkt der kleine Laden an der Schwerter Straße 291 deshalb nicht. Er strahlt eher diese Gemütlichkeit aus, die man als Gast mit einem gepflegten Schlückchen Wein verbindet. Kein Wunder, ist der Empfang der beiden Inhaber, Thomas und Carolina Hiddemann, doch so, als wenn man einen lieben Freund ins eigene Wohnzimmer einlädt.

Vom gleichen Wein kosten wie Königin Elisabeth? Dieser neue Weinladen macht‘s möglich

Früher war hier ein Bio-Laden. Jetzt wird hier Wein verkauft. © Jörg Bauerfeld

Für die beiden „Premieren-Ladeninhaber“ ist es auch fast so. „Wir sind jeden Tag selber hier und kümmern uns persönlich um unsere Kunden“, sagt Thomas Hiddemann. Der 59-Jährige ist eigentlich gelernter Versicherungskaufmann, seine Frau Carolina Reisekauffrau. Jetzt führen beide den kleinen Weinladen. Wie kam es dazu? „Wir haben uns einen Traum erfüllt“, sagt Thomas Hiddemann.

Beide haben ihren festen Job für den Laden aufgegeben

Dafür gaben beide ihren Job auf und griffen zu, als der kleine Bio-Laden, der an der Schwerter Straße schließen musste, frei wurde. „Wir haben lange nach einem geeigneten Objekt gesucht, das wir mieten konnten“, so Hiddemann. Hier, in der Aplerbecker Mark, wo beide auch zuhause sind, hat alles gepasst. Seit dem 31. August ist der Laden nun geöffnet.

Und das Besondere? Es gibt nicht nur Wein zu kaufen und wegzutragen, sondern man kann es sich im kleinen Weinladen auch gut gehen lassen. Hinsetzen, ein gutes Tröpfchen trinken und dazu auch ein Häppchen essen. Im Angebot sind immer Tramezzini (die italienischen Brote ohne Kruste) mit verschiedenen Belägen. Dazu kommt von dienstags bis freitags ein Tagesgericht – solange der Vorrat reicht.

100 Sorten Wein aus der ganzen Welt

Insgesamt bietet das Ehepaar Hiddemann 100 Sorten Wein an. Roten, Weißen und Rosé. Weine aus aller Welt im Übrigen, die beide aber schon selbst gekostet haben. Darunter auch einen Riesling, den auch schon die Königin von England gekostet hat. Dazu gibt es ein Angebot an Gin und kleine Leckereien. „Die persönliche Beratung ist uns wichtig“, sagt Carolina Hiddemann.

Und die gibt es nicht nur beim Verkauf oder im Ausschank. Im kleinen Laden können Gruppen auch Weinproben buchen und es gibt diverse Tastings. Möglich geworden ist das durch den Umbau des Ladens. So wurden im Untergeschoss Sanitärräume und eben auch ein größerer „Verkostungsraum“ geschaffen.

Carolina und Thomas Hiddemann sind, was den Wein angeht, Autodidakten.

Das Hobby zum Beruf gemacht

„Wir haben sozusagen das Hobby zum Beruf gemacht“, sagt der 59-Jährige. Der hat sich schon immer für das Getränk und die Herstellung interessiert, Weingüter besucht und viel darüber gelesen – und probiert. Und ganz nach dem Motto „Ein Wein soll Spaß machen“ halten sich die Preise im Rahmen kein Wein geht über 25 Euro, die meisten liegen bei um die 10 Euro.

Und hier ein paar Tipps vom Weinfachmann:

  • Zum Grillen empfehlen die Hiddemans einen leichten Rotwein, einen Primitivo Puglia zum Beispiel.
  • Zu Pasta sollte es dann was Weißes sein. Ein aromatischer Weißwein wie ein Rießling aus dem Rheingau zum Beispiel.
  • Für die Terrasse sollte es dann ein Rosé sein. Leicht und gekühlt. Die Hiddemanns setzen da auf einen Franzosen aus dem Süden.
  • Und wer etwas Besonderes sucht, der sollte auf einen roten Franzosen zurückgreifen. Wie einen Lionel Osmin Le Roi Boeuf.
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