Vor Evakuierung: Hoher Wall am Westentor in Richtung Süden wieder voll gesperrt

Blindgänger-Verdacht

Der Wall ist in Höhe Westentor in Fahrtrichtung Süden wieder komplett gesperrt - ein Vorgeschmack auf die geplante Entschärfung von Bombenblindgängern am Wochenende.

Dortmund

, 10.01.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Voll gesperrt ist der Außenring des Hohen Walls.

Voll gesperrt ist der Außenring des Hohen Walls. © Stephan Schütze

Seit 6 Uhr am Freitagmorgen (10.1.) müssen Autofahrer auf dem äußeren Wallring wieder Umleitungen in Kauf nehmen. Wie schon vor einigen Wochen ist der Hohe Wall unmittelbar hinter der Kreuzung Westentor erneut gesperrt.

Der Grund ist der selbe: Es finden Untersuchungen rund um den Bombenverdachtspunkt statt, der bei Luftbild-Auswertungen ausgemacht worden war. Nachdem sich bei Sondierungen Ende November der Verdacht bestätigt hatte, wird nun die Bergung des Fundes vorbereitet - wobei weiter unklar ist, ob es sich tatsächlich um einen Bombenblindgänger oder einen anderen metallischen Gegenstand handelt.

Vorbereitung für Entschärfung

Vor der geplanten Freilegung und möglichen Entschärfung am Sonntag (12.1.) wollen sich Experten nun bis auf einen Meter an den Fund herangraben. Dazu ist die Sperrung aller Fahrbahn auf dem äußeren Wallring nötig. Umleitungen sind weiträumig ausgeschildert.

Vor Evakuierung: Hoher Wall am Westentor in Richtung Süden wieder voll gesperrt

© Stephan Schütze

Die Vollsperrung an dieser Stelle bleibt nach dem Wochenende noch länger erhalten. Der Bereich muss nach den Arbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wieder verfüllt und die Fahrbahn erneuert werden, kündigt die Stadt an. Das werde voraussichtlich bis Ende nächster Woche (17./18. Januar) dauern.

Die Vorbereitung für die Mega-Evakuierung am Sonntag (12.1.) laufen derweil auf Hochtouren:

  • Ab Freitag (10.1.) um 16 Uhr gelten Einbahnstraßen-Regelungen und Halteverbote an mehreren Straßen rund um die Krankenhäuser im Klinikviertel. Ersatzparkplatz ist der Fredenbaumplatz an der Eberstraße.
  • Am Samstag (11.1.) werden Patienten der Kinderklinik und des Johannes-Hospitals in andere Krankenhäuser verlegt, dazu müssen die Straßen frei sein.
  • Am Sonntag (12.1.) sollen dann auch alle Anwohner bis 8 Uhr das Viertel verlassen haben. Sie können mit Pendelbussen und der Stadtbahnlinie U42 ins Evakuierungszentrum in der Gesamtschule Scharnhorst fahren.
  • Ab 12 Uhr wird der Hauptbahnhof geräumt, dann fahren auch keine Züge mehr, voraussichtlich ab 14 Uhr wird der U-Bahn-Verkehr durch die Innenstadt eingestellt oder unterbrochen.

Wie lange die Evakuierung am Sonntag dauert, ist unklar. Wir berichten in einem Liveticker unter www.rn.de/dortmund.

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