Polizei

Vorbestrafter Neonazi nach Angriff auf Taxifahrer in Untersuchungshaft

Erst soll es rassistische Beleidigungen gegeben haben, dann wurde ein Taxifahrer mit iranischer Herkunft heftig zusammengeschlagen. Die Polizei hat jetzt einen Verdächtigen festgenommen.
In der JVA Dortmund ist ein Häftling tot aufgefunden worden. © Kevin Kindel (Archivbild)

Kurz vor 1 Uhr in der Nacht war es, als ein Taxifahrer im Dortmunder Westen brutal zusammengeschlagen wurde. Eine Glasflasche wurde dem iranischstämmigen Mann auf den Kopf geschlagen. Als er am Boden lag, wurde er noch getreten.

Vorausgegangen sein sollen rassistische Beleidigungen von zwei offenbar zufällig vorbeigekommenen Passanten. Als der 55-Jährige die Unbekannten an der Limbecker Straße in Lütgendortmund darauf ansprach, griffen sie ihn am frühen 21. März (Sonntag) an. Das Opfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach Ermittlungen der Sonderkommission Rechts hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (31.3.) nun die Festnahme eines Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung angeordnet. Die Arbeit der Ermittler führte zu einem 33-Jährigen aus Dortmund, der der hiesigen rechtsextremen Szene zuzuordnen sei.

Kleidung und Handy sichergestellt

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung sei Beweismaterial sichergestellt worden, heißt es. Kleidungsstücke und ein Mobiltelefon würden jetzt untersucht, erklärt Staatsanwältin Sonja Frodermann. Auf der Kleidung könnten Spuren der Tat zu finden sein. Das Handy werde etwa nach Hinweisen auf den anderen Beteiligten durchsucht.

Der einschlägig vorbestrafte Mann ist noch am Mittwoch (31.3.) einem Haftrichter vorgeführt worden. Seit der Entscheidung befindet sich der 33-Jährige in Untersuchungshaft.

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