Vox dreht für Dokumentation im Klinikum Dortmund

Auf Kinder-Krebsstation

Mit dem "Club der roten Bänder" hat der TV-Sender Vox am Montagabend eine Serie über krebskranke Jugendliche gestartet. 2,36 Millionen Zuschauer schauten zu. Im Zusammenhang mit der Serie zeigt Vox in den nächsten Wochen zudem eine Dokumentation - und darin wird auch das Klinikum Dortmund eine Rolle spielen.

DORTMUND

, 11.11.2015, 02:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vox dreht für Dokumentation im Klinikum Dortmund

Das Filmteam war im Klinikum Dortmund unterwegs. Dort sei die Bereitschaft zur Zusammenarbeit besonders groß gewesen, so die Produktionsfirma.

Am Montag rückte für einen Tag das Kamera-Team an in der Kinderkrebsstation des Klinikums, Patienten, Ärzte und das Krankenhaus-Team wurden begleitet und interviewt. Sie sollten von ihren Erfahrungen auf dieser ganz besonderen Station erzählen, schauten sich auch eine Folge der neuen Serie an und ordneten ein, wie real diese ist. "Nicht alles, was in der Serie gezeigt wird, stimmt auch", sagt Marc Raschke, Pressesprecher des Klinikums. "Aber sie ist sehr gut umgesetzt." Sie käme der Realität in vielen Dingen sehr nah.

Darum geht es in der Serie

In "Club der roten Bänder" geht es um sechs Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, die alle schwer krank sind und eine lange Zeit im Krankenhaus verbringen müssen. Sie schließen sich zu einer Bande zusammen und legen sich als Erkennungszeichen rote OP-Armbänder um. Erzählt wird ihre Freundschaft "zwischen Leben und Tod, Rollstuhl-Rennen und Operationen, warmherzigen Besuchen und kühler Medizin", heißt es in der Serienbeschreibung. 

Die Vox-Serie hat zehn Teile. Jeden Montag werden von nun an Doppelfolgen ausgestrahlt. Daran anschließen soll sich eine Dokumentation über den spanischen Autor Albert Espinosa, auf dessen Erlebnissen die Serie beruht. Espinosa war selbst krebskrank und verbrachte als junger Mensch mehr als zehn Jahre regelmäßig im Krankenhaus. Seine Geschichte hat er in einem Buch aufgeschrieben, daraus ist die Serie "Polseres Vermelles" entstanden.

In der Dokumentation über Albert Espinosa jedenfalls soll dann auch das Klinikum Dortmund eine Rolle spielen. "In Dortmund war die Bereitschaft der Ärzte und Patienten, an der Dokumentation mitzuwirken, besonders groß", heißt es aus der Presseabteilung von Vox. Deshalb habe man dort gedreht. Inhaltlich sei es eine Art Realititäts-Check zur Serie, sagt Marc Raschke. Cliquen-Bildung gebe es etwa auch auf der Krebsstation in Dortmund. 

Mehr Besuche

In Spanien sollen nach der Ausstrahlung der Serie die Besucherzahlen auf den Krebsstationen um 40 Prozent nach oben geschellt sein. Einen ähnlichen Effekt erhofft sich das Klinikum Dortmund auch. "Ich glaube schon, dass das diese Serie dazu führen kann, dass die Wahrnehmung eine andere ist", sagt Raschke. Viele Mitschüler würden sich zurückziehen, wenn sie erfahren, dass einer ihrer Freunde Krebs hat. Vielleicht könnten so Berührungsängste abgebaut werden. "Die Krebsstation ist eine Station voller Leben", betont Raschke. 

Die Rückmeldungen auf die ersten zwei Folgen der Serie jedenfalls habe er bereits als überraschend positiv wahrgenommen. Das erhofft er sich nun auch für die Dokumentation. Wann diese ausgestrahlt werden soll, stehe noch nicht fest, sagt ein Vox-Sprecherin. 

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