Wall-Großkontrolle: Polizei erwischt 65 Raser

Tempo 114 statt 50

Die Polizei ist in der Nacht zu Samstag erneut gegen die Raserszene auf dem Wall vorgegangen. Bei einer Großkontrolle erwischte sie 65 Autos, die zu schnell unterwegs waren. Ein Raser aus Lünen stellte einen traurigen Rekord auf.

DORTMUND

28.02.2016, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wall-Großkontrolle: Polizei erwischt 65 Raser

Die Polizei Dortmund kontrollierte Autos.

Die Einsatzkräfte ahndeten von Freitagabend (20 Uhr) bis Samstagmorgen (3 Uhr) insgesamt 65 Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Verwarnungsgeldern. In elf Fällen schrieben die Beamten Anzeigen. Das teilte die Polizei am Sonntag in einer Pressemitteilung mit.

  • Traurige Spitzenreiter bei zulässigen 50 km/h im Innenstadtbereich; Ein 27-Jähriger aus Lünen wurde mit seinem Hyundai mit 114 km/h gemessen.
  • Ein 25-Jähriger aus Dortmund raste mit seinem Mercedes mit 106 km/h in die Messstelle.
  • Ein 30-Jähriger aus Dortmund wurde in einem BMW durch die Einsatzkräfte mit 102 km/h gemessen
  • Ein 24-Jähriger fuhr mit seinem BMW mit 90 km/h durch die Innenstadt von Dortmund.

Der Fahrer des Hyundai darf sich auf zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte und 280 Euro Strafe gefasst machen, heißt es in der Pressemitteilung. Auch seine beiden "Nachfolger" dürften mit einem Fahrverbot zu rechnen haben.

Zwei weitere Autofahrer, 27- und 35-Jahre alt, mussten auf Grund des Verdachts von Alkoholeinfluss auf der Wache einen Alkoholtest machen. Bei beiden zeigte der Test ein positives Ergebnis. Daher verließen sie als Fußgänger die Wache. Beide dürfen sich ebenfalls auf entsprechende Anzeigen gefasst machen. 

Der Fahrer eines Rollers konnte keine entsprechende Fahrerlaubnis für sein Leichtkraftrad vorlegen. Der 27-Jährige aus Selm muss sich nun auf eine Strafanzeige auf Grund des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gefasst machen.

17-Jähriger zeigte den Mittelfinger

Ein 17-Jähriger aus Dortmund fühlte sich als Beifahrer dazu "bemüssigt" den Einsatzkräften an der Kontrollstelle den Mittelfinger entgegenzustrecken. Kurz darauf wurde das Auto in dem er saß durch einen Polizeimotorrad angehalten. Der 17-Jährige, mehrfach auffällig wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, darf nun mit einer Strafanzeige wegen Beleidigung rechnen.

Seit Jahrzehnten ist der Wall eine beliebte Raserstrecke. Zuletzt kam es Mitte Dezember zu einem schweren Unfall: Bei einem illegalen Autorennen prallte ein 18-Jähriger am Ostwall auf dem Grünstreifen zwischen Innen- und Außenwall mit seinem BMW vor einen Baum. Er und sein 17-jähriger Beifahrer wurden dabei schwer verletzt. 

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