Wanderweg soll Sehenswürdigkeiten Bövinghausens begehbar machen

rnIGA 2027

Für Inge Nieswand spielt Bövinghausen in der öffentlichen Wahrnehmung eine zu geringe Rolle. Um das nachhaltig zu ändern, hat sie ein Konzept erarbeitet.

Bövinghausen

, 01.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zur Internationalen Gartenbauausstellung IGA 2027 dauert es noch ziemlich lange. Momentan läuft sogar erst noch die Bewerbungsphase für den Posten des Geschäftsführers.

Für Inge Nieswand vom SPD-Ortsverein Zollern ist aber jetzt der Zeitpunkt gekommen, aktiv zu werden. Die 80-Jährige hat deshalb ein Konzept erarbeitet, das sie bei nächster Gelegenheit ihrem Ortsverein vorlegen will, damit die Idee ihren Weg durch die politischen Gremien nehmen kann.

Bövinghauser Sehenswürdigkeiten werden zusammengefasst

Das Thema der IGA 2027 lautet „Wie wollen wir morgen leben?“. Es soll um die Aufwertung vorhandener Parks und Grünflächen gehen. Für Dortmund wurde bislang das Projekt „Emscher Nordwärts“ bekannt gegeben.

Inge Nieswand arbeitet mit 80 Jahren noch immer hart an der Zukunft „ihres“ Bövinghausen.

Inge Nieswand arbeitet mit 80 Jahren noch immer hart an der Zukunft „ihres“ Bövinghausen. © Holger Bergmann

„Ich denke an einen Wanderweg durch Bövinghausen“, sagt Inge Nieswand. In dem Wanderweg will sie Sehenswürdigkeiten Bövinghausens zusammenfassen.

  • Erste Station des Wanderweges soll die Halde der ehemaligen Zeche Zollern sein. Dort hat sich ein eigenständiger Lebensraum mit seltenen Pflanzen, Insekten und Tieren entwickelt.
  • Zwischen Halde und Museums-Zeche liegt die Brache des ehemaligen Rhader Hofes. Hier könnte sich Inge Nieswand einen Rastplatz für Wanderer mit Obst- oder Wildblumenwiese vorstellen.
  • Vor den Toren der Zeche gibt es den Arbeiter-Garten, in dem Gemüse angebaut wird, wie einst von den Bergleuten. Das Anbau- und Ernte-Angebot könnte man gerade für Kinder ausbauen, meint Inge Nieswand.
  • Die Wanderroute soll dann durch das Oelbachtal führen. Das Naturschutzgebiet ist wegen seiner zahlreichen Zuflüsse sehr feucht und damit Heimat einer großen Zahl von Amphibien.
  • Abgerundet werden könnte der Wanderweg durch das Dellwiger Bachtal. Der kleine Wald ist bereits gut erschlossen und war einst das erste Projekt des Renaturierung-Programms der Emschergenossenschaft.

Und wer soll das bezahlen? Der Weg zur und über die Halde Bövinghausen muss befestigt werden, den Rastplatz muss jemand pflegen, der Wanderweg muss ausgeschildert werden.

Viele Fördertöpfe geprüft

Inge Nieswand hat sich tief in die Arbeit gestürzt und die Bestimmungen zahlreicher Fördertöpfe des Bundes studiert. Ohne öffentliches Mandat konnte sie aber noch keine Kontakte knüpfen.

Jetzt lesen

Bislang hat sie zwei Favoriten: Das Bundesministerium für Forschung unterstützt das Projekt „Co-Pro-Grün“ beim nachhaltigen Ausbau kommunaler Infrastruktur. Das soll die Wanderwege ermöglichen.

Das Konzept des Arbeitergartens am Grubenweg passt nach Ansicht von Inge Nieswand perfekt ins Konzept der IGA 2027.

Das Konzept des Arbeitergartens am Grubenweg passt nach Ansicht von Inge Nieswand perfekt ins Konzept der IGA 2027. © Holger Bergmann

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit fördert das Netzwerk „Kinder-Garten“. Davon erhofft sich Inge Nieswand Unterstützung für den Arbeiter-Garten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt