Hochhaus-Bewohner in der Nordstadt haben wieder fließend Wasser – zumindest teilweise

rnFolgen des Kellerbrands

Erst brannte der Keller, dann wurde das Wasser abgestellt. Die Hochhaus-Bewohner in der Nordstadt warten auf die Reparatur der Leitungen. Ein Teil der des Hauses ist wieder versorgt.

Dortmund

, 01.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Aktualisierung, 16:20 Uhr:

Das Wasser im Hochhaus an der Heiligegartenstraße läuft wieder – zumindest teilweise. „Seit kurz vor 16 Uhr“, erklärt Dogewo21-Sprecher Christoph Schwarz auf Anfrage, „ist mehr als die Hälfte der Wohnungen wieder versorgt.“

In den Wohnungen vom Erdgeschoss bis zum 10. Stock läuft das Wasser wieder. Die Bewohner der oberen Stockwerke des 17-stöckigen Gebäudes müssen sich – „stand 16.20 Uhr“, wie Schwarz sagt – weiter an einem der Hydranten versorgen. „Die Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Lösung“, sagt er.

Mittlerweile sei ein Sicherheitsdienst vor Ort. „Der ist zur Unterstützung am Hauseingang da“, meint Schwarz. Dabei gehe es auch darum, dass das Haus gelüftet werden müsse. Ob noch am Montagabend, 1. Juli, im ganzen Gebäude das Wasser wieder fließt, vermochte Schwarz nicht zu sagen.

Aktualisierung, 14.47 Uhr:

Einen konkreten Zeitpunkt, wann das Wasser in dem Hochhaus wieder laufen soll, wird nach wie vor nicht genannt. Dafür aber eine erste Prognose: „Wir hoffen, dass es heute noch wieder läuft“, erklärt Dogewo21-Sprecherin Kerstin zur Horst vor Ort auf Anfrage.

Mittlerweile steht zudem, neben dem Hydranten auf dem Bürgersteig an der Bornstraße, ein zweiter Hydrant auf dem Bürgersteig an der Heiligengartenstraße bereit, an dem die Bewohner sich mit frischem Trinkwasser versorgen können.

Hochhaus-Bewohner in der Nordstadt haben wieder fließend Wasser – zumindest teilweise

Vor dem Hochhaus in der Nordstadt steht mittlerweile ein zweiter Hydrant bereit. © Wilco Ruhland

Dort lassen nicht nur die Bewohner das Wasser sprudeln: Die Dogewo21 beauftragte einen externen Dienstleister, um zu helfen. Zwei Arbeiter befüllen und tragen die Eimer zum Hauseingang. In neuen, vom Unternehmen gestellten Eimern. „Mit Deckel, damit es keine Unfälle gibt“, wie Kerstin zur Horst sagt.

Aktualisierung, 13.10 Uhr:

Christoph Schwarz, Sprecher der Dogewo21, teilt mit, dass Mitarbeiter bereits seit 10 Uhr Zugang zu den besagten Kellerräumen haben. Elektro- sowie Gas- und Wasserinstallateure sind vor Ort. Wie lange die Reparatur dauern wird, hinge vom Schaden ab. „Wir müssen uns erstmal ein Bild machen. Wichtig war zunächst, dass der Elektroinstallateur die Arbeitssicherheit gewährleisten konnte.“ Noch könne er kleine konkreten Aussagen machen.

Aktualisierung, 12.50 Uhr:

Wie die Pressestelle der Polizei mitteilt, sind die Ermittlungen in den Kellerräumen an der Heiligegartenstraße 27 abgeschlossen. Der Ermittler geht von einer vorsätzlichen Tat aus. Wer die Bandstiftung oder etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalwache unter Tel. (0231) 132-7441 zu melden.

Die beiden Kellerräume sind wieder freigeben. Wann die Reparaturarbeiten beginnen, bzw. abgeschlossen sein werden, konnte Christoph Schwarz, Pressesprecher beim Dortmunder Wohnungsunternehmen, noch nicht sagen.

So haben wir am Montagmorgen zunächst berichtet:


Die Bewohner des Hochhauses in der Heiligegartenstraße 27 müssen seit Sonntag Wasser aus einem Hydranten vor dem Haus holen.
Duschen, Waschen, Kochen – das alles geht nur, nachdem sie eimer- oder kannenweise Wasser in ihre Wohnungen geschleppt haben.

Die Wasserversorgung wurde von DSW21 abgestellt, nachdem am Samstagabend Feuer in zwei Kellerräumen ausgebrochen war und die Feuerwehr bei den Löscharbeiten Beschädigungen an den Wasserleitungen festgestellt hatte.

Hochhaus-Bewohner in der Nordstadt haben wieder fließend Wasser – zumindest teilweise

Seit Sonntag müssen die Hochhaus-Bewohner sich das Wasser vom nahen Hydranten holen. © Oliver Schaper

Zuständig für die Reparatur ist Hochhauseigentümer Dogewo21. Gleich am Sonntagsmorgen und erneut am Mittag seien Mitarbeiter vor Ort gewesen, berichtet Geschäftsführer Klaus Granicki auf Anfrage dieser Redaktion. Es wurden Aushänge gemacht und ein Hydrant, der sich 50 Meter von der Haustür entfernt befindet, aufgestellt.

Kriminalpolizei hat die Kellerräume versiegelt

Der Schaden im Keller konnte am Sonntag nicht begutachtet werden. „Die Räume wurden von der Kriminalpolizei versiegelt“, sagte Klaus Granicki am Montagmorgen. Noch immer wisse er nicht, wann die Handwerker mit den Reparaturarbeiten an den Wasserleitungen beginnen können. Die Kriminalpolizei ermittle noch nach der Brandursache.

Klaus Granicki ist optimistisch, dass die Handwerker die Leitungen schnell repariert bekommen, sobald der Keller freigeben wird. „Wir geben alles“, verspricht er, aber Sicherheit gehe nun mal vor. Man sei mit der Polizei in Kontakt. Außerdem seien aktuell 15 Mitarbeiter der Dogewo21 vor Ort, um sich um die Brandschäden außerhalb der versiegelten Kellerräume zu kümmern.

Die Anwort der Polizei auf die Frage, wann mit der Freigabe der Räume zu rechnen ist, steht noch aus.

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