Warnstreik bei der Commerzbank Dortmund – Verdi hofft auf geschlossene Filialen

Tarifstreit

Commerzbank-Kunden könnten diese Woche vor geschlossenen Filialen in und um Dortmund stehen: Verdi hat zu einem Warnstreik aufgerufen. Auch eine Demo wird es geben – vor einer anderen Bank.

Dortmund

, 24.06.2019, 05:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warnstreik bei der Commerzbank Dortmund – Verdi hofft auf geschlossene Filialen

Bereits vergangene Woche gingen Bankangestellte unter anderem der Commerzbank auf die Straße, etwa wie hier in Hannover. Am Dienstag startet ein zweitägiger Warnstreik in Dortmund © dpa

Im Tarifstreit mit der Commerzbank hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder am Dienstag und Mittwoch (25./26. Juni) zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind 30 Filialen in und um Dortmund, Südwestfalen und Sauerland sowie interne Abteilungen.

Am Dienstag wird es um 9.30 Uhr eine Streikkundgebung in Dortmund geben, zu der laut Roman Eberle von Verdi 400 bis 500 Menschen erwartet werden. Demonstriert wird jedoch nicht vor der Hauptfiliale der Commerzbank am Hansaplatz, sondern vor der Volksbank an der Betenstraße, obwohl die Volksbank vom Warnstreik nicht betroffen ist. Eberles kuriose Begründung: Auf dem großen Hansaplatz hätte sich die Demo etwas verloren.

Verdi: „Wir hoffen aber auf eine Reihe von Filialschließungen“

Welche Auswirkungen der Warnstreik auf das Kundengeschäft der Commerzbank haben wird, konnte Eberle nicht genau sagen: „Wir hoffen aber auf eine Reihe von Filialschließungen.“ Der Organisationsgrad der Gewerkschaft innerhalb der Commerzbank-Belegschaft liege bei etwa 50 Prozent, so Eberle.

Im Tarifstreit fordert Verdi für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeberseite lag zuletzt hingegen nur bei 1,7 Prozent zum 1. August 2019, 1,2 Prozent zum 1. August 2020 und 1,2 Prozent zum 1. August 2021.

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