Warnstreik blieb (noch) ohne Folgen

Verdi-Aufruf

Man wolle Stärke zeigen, hieß es beim Streik der Stadt-Beschäftigten am Mittwochvormittag. Ab 11.30 Uhr waren sie zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen. Direkte Folgen für die Bürger hatte die Arbeitsniederlegung jedoch nicht. Das könnte sich am Donnerstag allerdings ändern.

DORTMUND

, 06.04.2016 / Lesedauer: 3 min

Aktualisierung 12.55 Uhr:

Mehrere hundert Beschäftigte vorwiegend aus der Stadtverwaltung und von DEW/Donetz versammelten sich am Mittag auf dem Platz der Alten Synagoge vor dem Opernhaus zu einer Warnstreik-Kundgebung. Man wolle im Vorfeld der nächsten Tarifverhandlungs-Runde mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen "ein bisschen Stärke zeigen", erklärte Gewerkschaftssekretär Bastian Prange das Anliegen. 

Sollten die Arbeitgeber auch in der kommenden Woche kein Angebot vorlegen, werde es weitere Warnstreik-Aktionen geben, kündigte Prange an. Dann könnte auch der Bus- und Bahnverkehr betroffen sein. Auf besonderen Unmut stößt die Überlegung im Arbeitgeberlager, die Zusatzversicherung für die Altersversorgung der Beschäftigten in Frage zu stellen. Für diesen Fall sei auch ein Erzwingungsstreik möglich, sagte Prange. 

Der mehrstündige Warnstreik am Mittwoch hatte für die Bürger keine direkt spürbaren Folgen. Das Dienstleistungszentrum der Bürgerdienste hatte ohnehin nur bis 12 Uhr und nach Terminvereinbarung geöffnet. Die Termine der wenigen Wartenden wurden abgearbeitet. 

Umso deutlicher dürften Kinder und Eltern allerdings an diesem Donnerstag den Warnstreik in den Fabido-Kitas spüren, die zwei Stunden später öffnen werden. 

Der ursprüngliche Bericht 10.14 Uhr:

Die Gewerkschaft Verdi will im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern Druck für ihre Forderung nach 6 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten von Bund und Kommunen machen. Deutliche Verbesserungen und Übernahmen werden auch für die Auszubildenden gefordert.

Keine Auswirkungen auf Bus und Bahn

Deshalb sind heute ab 10.30 Uhr bereits die Auszubildenden von DSW und DEW aufgerufen, die Arbeit für drei Stunden niederzulegen. Sie treffen sich vor der Ausbildungswerkstatt an der Manteuffelstraße in Körne. Auswirkungen etwa auf den Verkehr von Bus und Bahn wird dieser Warnstreik allerdings nicht haben.

Ab 11.30 Uhr sind dann die Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie von DEW21 und der Tochter Donetz zum Warnstreik aufgerufen. Sie treffen sich am Platz der Alten Synagoge vor dem Opernhaus. Etwas später kommen die Werkstatt-Mitarbeiter des Theaters dazu. 

Folgen nicht absehbar

Bei der Stadtverwaltung könnte es deshalb bis 14 Uhr zu Engpässen kommen. Ob und welche es Auswirkungen es durch den Warnstreik etwa im Dienstleistungszentrum der Bürgerdienste kommt, sei aber nicht absehbar, erklärte Stadtsprecher Michael Meinders.

Ebenfalls zum Warnstreik aufgerufen sind an diesem Mittwoch ab 12 Uhr die Beschäftigten der städtischen Seniorenheime und des Knappschaftskrankenhauses in Brackel.

Kita-Warnstreik am Donnerstag

Am morgigen Donnerstag folgen dann die Erzieherinnen und Erzieher des städtischen Kita-Betreibers Fabido. Eltern müssen deshalb damit rechnen, dass die Kitas zwei Stunden später als gewohnt öffnen.

Wir berichten aktuell über die Entwicklungen des Tages

Lesen Sie jetzt