Warnstreik sorgt am Mittwoch für weitgehenden Stillstand

Öffentlicher Dienst

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst am Mittwoch könnte für Stillstand in weiten Bereichen der Stadt sorgen - von Bus und Bahn, über Flughafen, Klinikbetrieb und Stadtverwaltung bis zur Müllabfuhr und den Kitas des städtischen Trägers Fabido. Wir verraten, was die Gewerkschaft Verdi plant.

DORTMUND

, 23.04.2016, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warnstreik sorgt am Mittwoch für weitgehenden Stillstand

Mehrere tausend Teilnehmer erwartet die Gewerkschaft Verdi bei der Warnstreik-Kundgebung am Mittwoch in Dortmund.

Die Gewerkschaft macht ernst in der Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen. Nach ersten kleineren Warnstreiks in Krankenhäusern, Verwaltung und Kitas in den vergangenen Wochen, ist für Mittwoch (27.4.) fast der komplette öffentliche Dienst in kommunaler Trägerschaft zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Betroffen sind unter anderem die Beschäftigten der Stadtverwaltung, des Klinikums Dortmund, der städtischen Seniorenheime, des Jobcenters, der LWL-Kliniken, des Klinikums Westfalen, von EDG, DSW21, DEW21, Flughafen, Fabido und Sparkasse.

Kein Bus- und Bahnverkehr

Die Konsequenz: Bus- und Bahnverkehr wird es am Mittwoch wohl ebenso wenig geben, wie Müllabfuhr und Straßenreinigung. An vielen Fabido-Kitas werden Eltern und Kinder vor verschlossenen Türen stehen, auch wenn voraussichtlich nicht alle 101 Kitas des städtischen Trägers betroffen sein werden. Noch unklar ist, welche Folgen der Warnstreik etwa für den Flugbetrieb des Airports haben wird.

Mehrere Demonstrationszüge

Für akute Staugefahr auf den Straßen der Stadt wird nicht nur der Umstand sorgen, dass viele Pendler von Bus und Bahn aufs Auto umsteigen müssen. Gleich mehrere Demonstrationszüge dürften zumindest zeitweise ebenfalls Behinderungen im Straßenverkehr zur Folge haben. Die Streikenden ziehen am Morgen von sechs Sammelpunkten – dem EDG-Betriebshof am Sunderweg, dem Nordausgang des Hauptbahnhofs, der Katharinenstraße, der DEW-Zentrale an der Kleppingstraße, den Parkplätzen am Remydamm und dem DSW-Bus-Betriebshof in Brünninghausen – zum Friedensplatz. Dort erwartet Verdi rund 9000 Protest-Teilnehmer aus der gesamten Region. 

Die Kundgebung vor dem Rathaus wird gegen 10.45 Uhr beginnen. Der umfassende Warnstreik findet im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit statt, die am Donnerstag beginnt. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie 100 Euro mehr für Auszubildende.

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