Warum die Baukosten auf 1,8 Millionen Euro klettern

Dietrich-Keuning-Haus

Im Dietrich-Keuning-Haus in der Nordstadt klettern die Kosten für modernen Brandschutz und andere Bauarbeiten von 440.000 Euro auf 1,8 Millionen Euro. Wir erklären, wo die Ursachen liegen und warum die exakte Höhe nicht vorhersehbar war.

DORTMUND

, 08.08.2014, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum die Baukosten auf 1,8 Millionen Euro klettern

Großbaustelle Keuning-Haus: Dieses Gerüst zeigt, in welcher Dimension Ingenieure und Arbeiter unterwegs sind.

Anfangs sollten die Arbeiten nur 440.000 Euro kosten - doch die städtische Immobilienwirtschaft (ein Amt der Stadt Dortmund) hatte schon 2010 gewarnt: Die Kosten können steigen. Zu präzisieren sind sie erst dann, wenn die verkleideten Decken und Wände "nackt" und alle darunter liegenden Installationen zu erkennen sind.

2012 erhielt der Rat der Stadt Dortmund einen neuen Bericht, der die zusätzlichen Kosten sehr viel präziser aufschlüsseln konnte. Die Kommunalpolitiker bewilligten für die dringend notwendigen Arbeiten in dem 1982 umgebauten Haus zusätzlich 1,4 Millionen Euro. Hier eine Liste der "Geldfresser", die über 30 Jahre nach der Übergabe der Neubaus an die Bürger die insgesamt 1,8 Millionen Euro verschlingen:

  • Sicherheitsbeleuchtung
  • Abschottung von Leitungsanlagen und elektrischen Verteilern
  • Brandmeldeanlage
  • Technikräume (neu zu errichten)
  • Notstromdiesel
  • Lüftungsanlagen
  • Heizungs-, Sanitär und Entwässerungsleitungen
  • Feuerlöschanlagen
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