Warum die SPD die geschlossene Halde Schleswig als „Ärgernis ersten Ranges“ sieht

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Die Halde Schleswig in Neuasseln bleibt bis auf Weiteres dicht - ein Zustand, den weder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, noch den SPD im Stadtbezirk Brackel hinnehmen wollen.

Neuasseln

, 02.10.2019, 06:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und mit ihm die Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel wollen das Nein des Regionalverbands zur Übernahme der Halde Schleswig nicht kommentarlos hinnehmen. Wie berichtet, fehlt ein Träger, der die Verantwortung und Verkehrssicherungspflicht für das 35 Hektar große Gelände übernimmt - ein Areal also, das halb so groß ist wie der Westfalenpark.

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Die Genossen fordern nun ein schnelles Handeln der Stadt mit dem Ziel, gemeinsam mit Thyssen eine Regelung für die Nutzung der Halde zu finden. Ein entsprechender Antrag erfolgt zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Brackel am 31. Oktober. Fabian Erstfeld, Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Asseln: „Seit Jahren wartet die Bevölkerung darauf, das Gelände betreten und für Freizeitzwecke nutzen zu können.

Versprechen auf einen Höhepunkt im Stadtbezirk Brackel

Jahrzehnte war die Deponie für alle Anwohner ein Ärgernis ersten Ranges und das Versprechen, nach der Rekultivierung einen echten Höhepunkt im Stadtbezirk nutzen zu können, hat vielen geholfen, die Belästigungen in dieser Zeit mit der nötigen Gelassenheit hinzunehmen.“

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Schon bei der Planung seien alle zu großen Kompromissen bereit gewesen, viele gute Ideen zur Gestaltung der Halde blieben auf der Strecke. Die zahlreichen Beispiele für attraktive Gestaltungen ehemaliger Halden aus dem übrigen Ruhrgebiet mussten samt und sonders als unerreichbar verworfen werden.

So sei in Asseln nur eine „florale Billiglösung“ realisiert worden, die einmal im Jahr für kurze Zeit mit einer blühenden Kuppe punkten soll, ansonsten aber eher bescheiden daherkomme.

„Nicht mal ein Gipfelkreuz kann man aufstellen“

Nicht mal ein Gipfelkreuz werde sich auf der Asselner Alm realisieren lassen - die Billigflieger des Dortmunder Flughafens könnten sonst in Gefahr geraten, so die SPD weiter. Immerhin gebe es ein Netz von Wegen und Anschlussmöglichkeiten an vorhandene Straßen. Daher kommt es einem Schildbürgerstreich nahe, dass niemand dieses schöne Stück Dortmund offiziell nutzen kann.

Warum die SPD die geschlossene Halde Schleswig als „Ärgernis ersten Ranges“ sieht

Das Friedensgebet der Religionen zeigt, welch großes Interesse die Anwohner an der Halde Schleswig haben. © Oliver Schaper

Zu den wenigen Öffnungszeiten in den letzten Jahren kamen jeweils hunderte Interessierte. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka: „Die Menschen können sich dann nie von dem Anblick losreißen, man muss stets mit sanftem Druck dafür sorgen, dass sie sich wieder auf den Weg nach unten machen.

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Immer wieder wird nach Zugangsmöglichkeiten gefragt und es ist nun angesagt, dass die Verwaltung endlich den Blick ostwärts richtet und dafür Sorge trägt, dass auch in diesem Teil der Stadt ein drängendes Problem gelöst wird. Die Halde muss für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Menschen warten darauf!“

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