Die Thier-Galerie in Dortmund wird am Dienstagvormittag (5.10.) geräumt. © Daniel Immel
Shopping-Center

Warum die Thier-Galerie am Dienstag geräumt wurde

Die Thier-Galerie in Dortmund wurde am Dienstagvormittag (5.10.) geräumt. Mitarbeiter und Kunden wurden von dem Alarm überrascht.

Wer am Dienstagvormittag (5. Oktober) auf dem Dortmunder Westenhellweg unterwegs war, hat es sicherlich mitbekommen: Die Thier-Galerie wurde geräumt – alle Personen mussten das Shopping-Center verlassen.

Dahinter steckte eine Übung, teilt Center-Manager Markus Haas mit: „Dies ist nur eine Übung, die wir in Zusammenarbeit mit den Dortmunder Behörden realisieren, die einmal im Jahr zur Sicherheit unserer Kunden, Besucher und Mitarbeiter durchgeführt wird und um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Mitarbeiter und Kunden wussten nichts von Übung

Gegen 10.20 Uhr war dann die Durchsage zu hören „Wegen einer technischen Störung bitten wir, die Thier-Galerie zu verlassen“. Auch ein Alarm ertönte. Für Unwissende war also erstmal nicht klar, dass es sich um eine Übung handelt.

Die Räumung erfolgte dann jedoch ruhig, nach und nach verließen die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden die Thier-Galerie. Viele warteten noch eine Weile, ob sie wieder rein durften. Gegen 10.40 Uhr hatten die meisten jedoch aufgegeben und waren auf dem Westenhellweg weitergezogen.

Kunden, die ihren Pkw in dem an der Thier-Galerie angeschlossenen Parkhaus abgestellt hatten, waren allerdings in der Zeit erstmal aufgeschmissen. Während der Übung war auch dieses geschlossen, die Durchsage wies darauf hin das Auto stehen zu lassen und sich direkt zum Ausgang zu begeben.

Gegen 10.50 Uhr war die Übung dann vorbei, Mitarbeiter konnten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren und auch für Kunden war die Thier-Galerie wieder offen.

Kleinigkeiten, an denen gefeilt werden muss

Die Übung findet laut Center-Manager Haas einmal pro Jahr statt. Die Übung sei besonders wichtig: „Wir haben ja im Jahr auch Mieterwechsel, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen dazu.“ Und die müssen natürlich erstmal die Abläufe bei einem Alarm lernen.

Die Übung sei „grundsätzlich erfolgreich“ gewesen, so Haas. Dennoch gibt es Kleinigkeiten, die nicht so optimal gelaufen sind, wie ein Abschluss-Briefing mit der Polizei und Feuerwehr ergeben hat. So seien etwa in einigen Laden-Filialen Türen geschlossen worden, die aber im Ernstfall offen bleiben sollen. Haas: „Es ist ganz wichtig, dass Personenschutz vor dem Schutz des Inventars oder des Sortiments geht“. Für die Ansässigen der Thier-Galerie wird es deshalb nochmal Schulungen geben.

Aber genau wegen solcher Kleinigkeiten werden diese Räumungsübungen durchgeführt.

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