Warum trotz Rohrbruch das Wasser auf dem Nordfriedhof weiter lief

Wasserrohrbruch in Eving

Auf dem Nordfriedhof gibt es ein Wasserleck, das trotz Bekanntseins einige Tage sprudelte. Die Friedhofsverwaltung erklärt, warum das nicht anders zu lösen war.

Eving

, 30.07.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein ziemlicher Schwall Wasser ergoss sich aus einer undichten Leitung über den Nordfriedhof in Eving, wie man in dieser Einstellung gut sehen kann.

Ein ziemlicher Schwall Wasser ergoss sich aus einer undichten Leitung über den Nordfriedhof in Eving, was in dieser Einstellung gut zu sehen ist. © Oliver Schaper

Mehrere Tage lang lief Wasser in einem Bereich des Nordfriedhofs über das Gelände und versickerte in einem Gully. Dabei handelte es sich nicht nur um ein dünneres Rinnsal. Einige Besucher, unter ihnen Leser der Ruhr Nachrichten, hatten den Schaden bemerkt.

Erst in einem Gulli verlief das Wasser.

Erst in einem Gully verlief das Wasser. © Oliver Schaper

Wasser konnte nicht einfach so abgestellt werden

„Das Problem wurde jetzt behoben“, erklärte Ulrich Heynen von den Friedhöfen Dortmund auf Anfrage dieser Redaktion. Eine Ringleitung war betroffen. Von dieser führen mehrere Stränge zu den umliegenden Zapfsäulen.

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„Daher konnten wir das Wasser nicht einfach so absperren“, erklärt Heynen. „Viele Besucher hätten dann nicht mehr die Blumen auf den Gräbern gießen können.“ Grundsätzlich werde nach Ermittlung der genauen Stelle überprüft, ob das Wasser abgestellt werden könne.

Mehrere Gebäude an gleicher Leitung

Das Areal des Friedhofs wurde nach und nach erweitert. Daher können auch Gärtnereien, Steinmetze oder sogar Wohnhäuser von der gleichen Wasserversorgung abhängen. „Daher können wir das Wasser nicht einfach so abstellen, ohne die Gesamtversorgung zu gefährden“, sagt Heynen.

Das Wasser trat auf einem Rasenstück zutage.

Das Wasser trat auf einem Rasenstück zutage. © Oliver Schaper

Die Stelle, an der das Wasser zutage tritt, muss auch nicht die Stelle sein, an der das Rohr beschädigt ist. „Das Wasser sucht sich unterirdisch seinen Weg und kann an einer ganz anderen Stelle austreten“, beschreibt Heynen.

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