Was der Spar- und Bauverein mit früheren Max-Planck-Institut plant

Wohnungen statt Büros

Gut Ding will Weile haben: 2018 möchte der Spar- und Bauverein mit der Realisierung seines Wohnungsprojekts im früheren Max-Planck-Institut an der B1 starten. Rund 40 Wohnungen sollen in dem mehrgeschossigen Hochhaus entstehen.

DORTMUND

, 01.05.2017, 01:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Was der Spar- und Bauverein mit früheren Max-Planck-Institut plant

Für das mehrgeschossige Hochhaus soll es eine Ausnahmeregelung geben. So ist dort auch möglich, Wohnungen zu bauen, was an anderen stellen in diesem Bereich laut Bebauungsplan nicht geht.

Im Mai 2015 hatte der Rat der Stadt den Plänen sein grundsätzliches „Okay“ gegeben. Doch auch zwei Jahre später ist nichts geschehen mit dem Gebäude, stattdessen verhandeln die Stadt und der Spar- und Bauverein noch immer über die Modalitäten. „Wir möchten die gesamten baurechtlichen Fragen im Vorfeld klären“, sagt Nicole Brückner, Sprecherin der Wohnungsgenossenschaft.

„Die Verhandlungen stehen vor dem Abschluss“, heißt es im aktuellen Geschäftsbericht, der in Kürze erscheint. Die Stadtverwaltung lässt über ihre Pressestelle mitteilen, man sei mit dem Verlauf der Gespräche „zufrieden“. Warum sie so lange dauern, dazu sagt die Verwaltung nichts.

Ausnahme vom Bebauungsplan

Tatsächlich soll der Spar- und Bauverein eine Ausnahme vom geltenden Bebauungsplan erhalten: Denn bislang sind für den fraglichen Standort am Rheinlanddamm Büro-, Hotel- und Veranstaltungsnutzung vorgesehen, aber kein Wohnen. Das soll sich ändern.

Die Genossenschaft möchte das Grundstück am Rheinlanddamm 201 inklusive des Hochhauses vom Sondervermögen Technologiezentrum (SVTZ), einer Tochter der Stadt, kaufen und in Wohnraum umbauen. Das Architekturbüro Schamp & Schmalöer hat bereits vor Jahren einen ersten Entwurf geliefert. Ob er bei dem Vorhaben zum Tragen kommt, ist allerdings noch offen. „Wir prüfen das“, sagt Nicole Brückner. Ziel sei es, in diesem Jahr den Bauantrag einzureichen und den Kaufvertrag zu unterschreiben. „2018 möchten wir dann mit den Arbeiten starten“, so die Genossenschafts-Sprecherin. Geplante Bauzeit: rund ein Jahr.

Platz für Familien, Singles und Studenten

Immerhin ist das Wohnungsunternehmen bereit, rund 8,5 Millionen Euro für das Projekt in die Hand zu nehmen. Das Hochhaus stammt aus den 50er-Jahren und wurde vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie genutzt. Seit dessen Auszug 1999 steht das Objekt leer, das nun unter anderem mit einer komplett neuen Fassade versehen werden muss.

Und was für Wohnungen stellt man sich beim Spar- und Bauverein vor? „Wir möchten eine gute Mischung“, sagt Sprecherin Brückner. Alleinstehende sollen dort ebenso Platz finden wie Familien und Studenten. Auch Lofts und Ateliers sind geplant, die Wohnen und Arbeit miteinander kombinieren.

 

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