Was die Kinder einer Grundschule in Dortmund mit ihrem Bildungsscheck machen wollen

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Seit sieben Jahren hilft das Lensing Media Hilfswerk Kitas und Schulen, Wünsche zu erfüllen. Einer der Schecks geht an die Oesterholzgrundschule. Und die Kinder haben besondere Pläne.

Nordstadt

, 08.12.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Oesterholzgrundschule in der Nähe des Borsigplatzes hat das große Los gezogen – oder vielmehr hat Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder das Los gezogen. Denn bei der Vergabe der Bildungsschecks des Lensing Media Hilfswerks hatte Jörder den Zettel mit dem Namen der Grundschule gezogen. „Das ist eine schöne Sache“, sagte er.

Schule hat sich schon oft beworben

Der stellvertretende Schulleiter Philipp Fröhlich kann es anfangs gar nicht glauben, dass seine Schule einen der Bildungsschecks gewonnen hat. Immerhin sind es 2.500 Euro, die dem Förderverein der Grundschule damit zugute kommen.

„Wir hatten uns schon öfter bei verschiedenen Aktionen und Fördertöpfen beworben und nie etwas gewonnen. Darum freuen wir uns jetzt umso mehr“, sagt er.

Die Vorsitzende des Fördervereins ist Sanja Janzen, die auch gleichzeitig Klassenlehrerin der 4b ist. „Wir freuen uns riesig“, sagt sie. Denn die Kinder haben einen besonderen Wunsch, den sie sich mit dem Geld jetzt erfüllen können.

Und das erklären sie auch direkt selbst. „Wir wollen ins Theater“, erklärt Ibrahim. Er und sein Kumpel Mohamed sind „fast zehn“ und besuchen beide die Klasse 4b. „Wir waren schon einmal mit der Klasse im Theater und fanden das super“, erklärt Ibrahim. Auch bei Mehmet (10), Milena und Rizuana (beide 9), die dieselbe Klasse besuchen, ist die Vorfreude schon groß. „Die Fahrt zum Theater macht auch Spaß, das wird bestimmt lustig“, sagt Milena.

Ein Theaterbesuch kostet viel Geld

Sanja Janzen erklärt genauer, worum es geht: „Wir hatten erst überlegt, mit der ganzen Schule das Weihnachtsmärchen im Stadttheater zu besuchen. Aber wenn es dafür zu knapp ist, gehen wir Anfang des nächsten Jahres in ein anderes Theaterstück.“

Das Theaterstück, von dem die Kinder erzählt haben, ist die Verkehrspuppenbühne im Westfalenpark. „Nachdem wir da einen Ausflug hin gemacht haben, haben die Kinder anschließend noch ein Jahr lang darüber geredet“, erinnert sie sich. „Die strahlenden Gesichter habe ich nicht vergessen.“

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Philipp Fröhlich betont, dass selbst der Weg zum Theater, die Fahrt mit Bus und Bahn, für die Kinder ein tolles Erlebnis sei. „Dabei lernen sie auch gleichzeitig viel über die Regeln im Straßenverkehr. Das Problem für uns ist halt, dass gerade die Verkehrsmittel bei so einem Theaterbesuch den größten Kostenfaktor darstellen. Für manche Familien ist das dann schon eine finanzielle Belastung.“

Und deshalb können die Grundschüler den Scheck auch so gut gebrauchen.

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