Britische Wissenschaftler wollen im Dienste der Wissenschaft freiwillige Probanden absichtlich mit dem Coronavirus anstecken. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Neue Regelung

Was kosten Corona-Schnelltests ab Montag in Dortmund?

Corona-Schnelltests sind ab Montag (11.10.) nicht mehr kostenlos. Mit welchen Preisen müssen die Dortmunder rechnen? Wir haben bei einigen Betreibern der Testzentren nachgefragt.

Schluss mit der Kostenübernahme: Ab Montag (11.10.) müssen fast alle ihre Corona-Schnelltests selbst zahlen. Welche Kosten kommen dadurch auf die Dortmunder und Dortmunderinnen zu?

Kurz bevor die neue Regelung in Kraft tritt, haben wir bei einigen Testzentrum-Betreibern nachgefragt.

Preise in den Testzentren schwanken

Der Preis für einen Schnelltest hängt durchaus auch vom Testzentrum ab: Die Spanne bei den von uns stichprobenartig angefragten Betreibern liegt grob zwischen 9 und 20 Euro.

Mit 9 Euro besonders günstig bietet das Testzentrum im DOC in der City die Tests ab Montag an. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Kunden in den Testzentren der Phoenix Technischer Handel GmbH: Dort wird ein Test 15 Euro kosten.

Bei einem zweiten Unternehmen, das in Dortmund mehrere Testzentren betreibt, der Prävent GmbH, werden die Tests 19 Euro kosten.

Das Covidzentrum im Konzerthaus Dortmund bietet neben Schnell- und PCR-Tests (für 14,90 bzw. 64,90 Euro) ab Montag auch Antikörper-Tests an. Der Preis für letzteres war zum Zeitpunkt unserer Nachfrage (Freitag, 12 Uhr) jedoch noch unklar.

Auch der Corona-Walk-In am Dortmunder Hauptbahnhof wird weiterhin Schnelltests anbieten. Diese werden dort 13,99 Euro kosten, wie der Betreiber mitteilt.

Tests in Apotheken weiter möglich

Auch viele Apotheken führen in der Dortmunder City Schnelltests durch. Gisela Ausbüttel von den Ausbüttels-Apotheken sagt, dass sich Menschen bei ihr für 13,50 Euro auf das Virus testen lassen können.

Absprachen zwischen den Apothekern und Apothekerinnen bezüglich der Preise gebe es nicht. „Ich gehe jedoch davon aus, dass sie sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen“, so Gisela Ausbüttel.

Wie geht es mit den Testzentren weiter?

Fast alle Betreiber blicken skeptisch auf die kommenden Wochen. Sie glauben, dass die Nachfrage durch die dann kostenpflichtigen Tests zurückgehen wird. „Die Herbstferien sind für uns ein Probelauf“, erklärt zum Beispiel Massimo Pellecchia von Phoenix. „Wie es danach weitergeht, müssen wir schauen.“

In der Ferienzeit werde die Nachfrage vermutlich noch etwas höher sein als hinterher, weil Schülerinnen und Schüler dann nicht in Schulen getestet werden. Sie können sich allerdings weiterhin kostenlos in den Testzentren testen lassen, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Wer nicht für Tests zahlen muss

Und es gibt weitere Ausnahmen von der generellen Kostenpflicht: Zum Beispiel übernimmt für Schwangere, unter 18-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen die kassenärztliche Vereinigung mindestens einen Schnelltest pro Woche.

Bei einem positiven Schnelltest ist ein PCR-Test weiterhin Pflicht – die Kosten dafür werden weiter für alle übernommen.

In eigener Sache: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass der Schnelltest bei Prävent 11 Euro kostet. Tatsächlich kostet er 19 Euro. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
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Bastian Pietsch

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