Was plant der neue Eigentümer an der Dönnstraße?

Ehemaliges N&E-Gelände in Mengede

Spekuliert wird schon lange, was der neue Besitzer mit dem ehemaligen N&E-Gelände an der Dönnstraße vorhat. Der Eigentümer treibt die Entwicklung in Richtung Wohnraum voran, doch so einfach scheint das nicht zu realisieren sein.

Mengede

, 08.02.2018, 05:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was plant der neue Eigentümer an der Dönnstraße?

Die Mengeder Grünen vermuten, dass der Boden auf dem ehemaligen N&E-Gelände kontaminiert ist. © Archiv

Eine entsprechende Anfrage der Mengeder Grünen aus dem März vergangenen Jahres beantwortete jetzt die Verwaltung. In der schriftlichen Mitteilung von Planungsdezernent Ludger Wilde heißt es, dass der Eigentümer ein Büro für Immobilien- und Grundstücksentwicklung mit der Projektentwicklung beauftragt habe. Genauer: „Nach derzeitigen Erkenntnissen soll auf der Fläche überwiegend Wohnbebauung realisiert werden.“ Soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und betreutes Wohnen für Senioren seien ebenfalls vorgesehen.

Altlasten werden wohl zum Problem

Bis die Bagger anrücken, dürfte allerdings noch einige Zeit ins Land gehen, denn für die Umsetzung des Bauvorhabens müsse erst noch das Planrecht geschaffen werden. „Wann mit dem Bebauungsplanverfahren begonnen werden kann, ist noch nicht absehbar“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung weiter.

Ein weiteres Handicap für dieses Großprojekt nahe dem Mengeder Ortszentrum dürften aber vor allem die Altlasten im Boden des zuletzt als Gewerbegebiet genutzten Areals sein. Das wissen offenbar auch Eigentümer und Stadtverwaltung.

Grünen sind gegen Wohnbebauung

So habe der Eigentümer bereits eine Altlastenuntersuchung zu möglicher Kontamination durchgeführt, heißt es in dem Schreiben. Ob und was dabei herausgefunden wurde, das teilt die Verwaltung den Mengeder Politikern allerdings nicht mit. Vielmehr heißt es abschließend recht allgemein: „Nach Erörterung mit dem Umweltamt der Stadt Dortmund wird die Entwicklung von Bauflächen nur auf Grundlage eines Sanierungsplanes nach Bundesbodenschutzgesetz möglich sein.“

Der stellvertretende Fraktionssprecher der Grünen in der Mengeder Bezirksvertretung (BV), Jürgen Utecht, betonte auf Anfrage: „Wir gehen davon aus, dass der Boden dort stark kontaminiert ist.“ Zwar sei das Säureharzbecken inzwischen zurückgebaut worden, doch vermutlich dürften damit nicht alle Spuren der Vergangenheit auf dem ehemaligen Zechengelände beseitigt worden sein. „Wir setzen uns dafür ein, dass entweder nur Gewerbe angesiedelt wird oder dass Park and Ride-Stellplätze entstehen.“

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