Was Sadi Richter zu seinem ESC-Aus sagt

Wegen Gerichtsverfahren

Traum geplatzt: Der Dortmunder Sänger Sadi Richter hat seine Teilnahme am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest abgesagt. Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich der 19-Jährige vor Gericht verantworten muss. Am Mittwoch meldete sich der Sänger via Facebook zu Wort.

DORTMUND

, 17.01.2017 / Lesedauer: 3 min
Was Sadi Richter zu seinem ESC-Aus sagt

Sänger Sadi Richter muss gleich zweimal vor den Jugendrichter. Ihm wird Betrug und Diebstahl vorgeworfen.

Aktualisierung, Mittwoch, 13.09 Uhr: "Meine Zeit wird kommen"

Einen Tag nachdem Sadi Richter seine Kandidatur zum ESC-Vorentscheid wegen Betrugsvorwürfen zurückgezogen hatte, meldete sich der Nachwuchssänger am Mittwoch über seine Facebookseite zu Wort. Dort heißt es unter anderem: "Ich möchte allen Leuten, die an mich glauben eins sagen: Ich verspreche euch, dass die Berichte über mich, so wie sie in den Medien kursieren, nicht der Wahrheit entsprechen. Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist. Meine Zeit wird kommen!"

Aktualisierung, Dienstag, 15.15 Uhr: Ersatz für Sadi Richter steht fest 

Wie der NDR mitteilt, wird Yosefin Buohler den Platz von Sadi Richter einnehmen. Die gebürtige Kölnerin ist ausgebildete Schauspielerin und kommt aus einer Musikerfamilie. Die Halbschwedin lebt derzeit in Stockholm. Als 13-Jährige stand sie im Finale von "Das Supertalent". 

Aktualisierung, Dienstag, 14.06 Uhr: Sadi Richter zieht Kandidatur zurück

Sadi Richter hat seine Teilnahme am Vorentscheid zum Eurovision Songcontest (ESC) abgesagt. Das teilte der zuständige NDR in einer Pressemitteilung mit. Darin äußert sich der 19-Jährige: "Berichte über mich verursachen gerade so viel Trubel – das möchte ich erst einmal klären und verarbeiten. Ich bin selber verwundert, was mir vorgeworfen wird. Ich hatte mich total auf die Teilnahme gefreut, möchte das aber nicht unter diesen Umständen machen. So kann ich nicht unbeschwert auftreten. Deshalb bin ich am 9. Februar schweren Herzens in Köln nicht dabei.“

Wer Nachfolger des Dortmunders beim deutschen Vorentscheid wird, will der NDR in Kürze bekannt geben. Weiterhin mit dabei sind Axel Maximilian Feige, Felicia Lu Kürbiß, Helene Nissen und Isabella Levina Lueen. Wer für Deutschland nach Kiew zum ESC reist, entscheiden die TV-Zuschauer.

Erste Meldung, Dienstag, 10.58 Uhr: Vorwürfe gegen Sadi Richter

Seit eineinhalb Wochen steht fest, dass der Dortmunder Sadi Richter einer von fünf Finalisten für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest ist. Der 19-Jährige gilt als großes Talent, er studiert an der renommierten Folkwang Universität der Künste, spielt mehrere Instrumente und hat eine ganze Menge Soul in der Stimme.

Doch abseits der Bühne läuft's für den jungen Sänger gerade alles andere als gut: Sadi Richter muss in den nächsten Wochen gleich zweimal zum Jugendgericht, das berichtete die Bild-Zeitung. Henner Kruse, Pressesprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion, dass gegen Richter bereits im August zweimal Anklage erhoben worden ist.

Betrug und Diebstahl

In einem Fall werde ihm Betrug, in einem anderen Diebstahl vorgeworfen. Weiter wollte sich Kruse nicht zu den Vorwürfen äußern. "Er ist ja noch sehr jung", sagt Kruse. Deshalb müsse Sadi Richter geschützt werden. Termine für die Gerichtsverhandlungen gibt es noch nicht.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Sadi Richter gemeinsam mit einer jungen Frau im Internet einen Putzservice angeboten haben. Ein Mann aus Düsseldorf nahm diese in Anspruch und zahlte 100 Euro an. Als er zurück in seine Wohnung kam, fehlten mehrere wertvolle Gegenstände wie eine Playstation, Spiele, ein Fernsehen und Schnaps. In dem anderen Fall soll der Sänger im Internet eine Armbanduhr angeboten haben. Eine Frau kaufte diese für 50 Euro, erhielt die Uhr aber nie.

Verurteilung im vergangenen Jahr

Es ist nicht das erste Mal, dass Sadi Richter vor Gericht muss. Schon im vergangenen Jahr ist er verurteilt worden. Gerhard Breuer, Pressesprecher des Dortmunder Amtsgericht, bestätigte unserer Redaktion: "Es hat eine Verurteilung zu einer Geldstrafe gegeben." Mehr wollte auch er nicht sagen. Laut Bild handelte es sich dabei um einen Verstoß gegen Markenrecht. Der ESC-Vorentscheid läuft am 9. Februar in Köln.

Eine Anfrage unserer Redaktion, mit der Frage, ob die Gerichtsverhandlungen Auswirkungen auf Sadi Richters Auftritt haben, beim zuständigen NDR läuft. 

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