Fast 25.000 Fans feiern auf 7000 Quadratmetern den BVB

rnSo funktioniert die Südtribüne in Dortmund

Am Samstag bebt die Gelbe Wand zum letzten Mal in dieser Saison. Fast 25.000 Menschen feuern ihren BVB dann von der Südtribüne an. Mindestens ebenso wichtig wie der Blick aufs Spielfeld ist die Atmosphäre im Stadion des BVB. Wir stellen Fans vor, die erklären, warum und wo sie auf der Süd stehen.

Dortmund

, 04.05.2018, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

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ZAHLEN UND FAKTEN ZUR SÜDTRIBÜNE:

  • 100 Meter breit, 40 Meter hoch und 52 Meter tief: Die Südtribüne wartet mit imposanten Zahlen auf. Die Fans, von denen die meisten eine Dauerkarte besitzen, stehen bei den Heimspielen des BVB auf rund 7000 Quadratmetern Fläche (pro Fan ca. 0,29 Quadratmeter). Die Neigung beträgt an der steilsten Stelle 37 Grad – genau wie bei einer Skisprungschanze.
  • 24.454 Fans finden auf der Südtribüne Platz. Über 95 Prozent der Tickets sind Dauerkarten, der Rest geht fast ausschließlich an Vereinsmitglieder und Fanclubs. Die Dauerkarte kostete in der Saison 2017/2018 211,50 Euro, ermäßigt 133,50 Euro.
  • 11.131 Plätze bietet die Südtribüne bei internationalen Spielen des BVB. Dann wird aus der Gelben Wand eine normale Sitzplatztribüne: Die UEFA erlaubt keine Stehplätze.
  • 6000 Menschen stehen in den Blöcken 12 und 13 – dem Auge des Sturms. Davon wird aber nur ein relativ kleiner Teil den UItras zugerechnet: Laut Fanabteilung gehören rund 500 Fans (plus Umfeld) den drei Gruppen The Unity, Desperados und Jubos an, die – mit ihren Vorsängern – im unteren Bereich der beiden Blöcke stehen. Ansonsten sind es vor allem Fanclub-Mitglieder, die den BVB hier feiern – meist seit Jahren vom selben Platz aus
  • 130 Ordner sorgen allein auf der Südtribüne für Sicherheit.
  • 18. Februar 2017: Die gelbe Wand bleibt im Spiel gegen den VfL Wolfsburg grau. Nach Ausschreitungen in der Partie gegen Leipzig sperrte der DFB die Tribüne für ein Spiel. Auch am 26. Februar 2018 war auf der Süd wenig los: Viele Fans boykottierten die Partie gegen den FC Augsburg – aus Protest gegen Montagsspiele.
  • 2,5 Stunden vor Spielbeginn öffnet das Stadion seine Pforten – und dann kommen tatsächlich die ersten Fans auf die Südtribüne. Etwa eine Stunde nach Abpfiff werden die Tore wieder geschlossen; außer, es gibt etwas zu feiern und die Fans verharren länger.
  • 2012 wurde der Unterrang der Südtribüne mit zusätzlichen Stützen gegen starke Schwingungen verstärkt. Wenn viele Anhänger gleichzeitig hüpfen, ist das bis in die letzte Reihe zu spüren.
  • 1977 bis 1979 hatte auch BVB-Legende Siggi Held die Südtribüne im Rücken. Später erinnerte er sich an diese ganz besondere Unterstützung: „Selbst wenn du gerade aus dem letzten Loch pfeifst – wenn die Fans dich angefeuert haben, dann ging die Post ab.“
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