Wechsel an der Spitze der Bürgerdienste

Amtsleiter Spaenhoff geht

Jetzt ist es amtlich: Peter Spaenhoff wird vor dem Hintergrund der abhandengekommenen Blanko-Ausweise bei den Bürgerdiensten von seinen Aufgaben als Amtsleiter zum 16. Juni entbunden. Das hat gestern der Verwaltungsvorstand entschieden. So geht es jetzt weiter.

DORTMUND

, 07.06.2016, 15:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wechsel an der Spitze der Bürgerdienste

Peter Spaenhoff wird bei den Bürgerdiensten von seinen Aufgaben als Amtsleiter entbunden.

Bis zu seinem planmäßigen Eintritt in den Ruhestand am 1. November 2017 wird Spaenhoff die Leitung der Arbeitsgruppe "Verwaltung" im Zukunftsprojekt "Digitales Dortmund" übertragen. Mit ihm geht auch sein Stellvertreter Gernot Willeke. Er verliert seinen Vizeposten und wechselt innerhalb der Bürgerdienste als Leiter in einen anderen Zuständigkeitsbereich (Zentrale Dienste).

Weder die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch die des Rechnungsprüfungsamtes und des Personalamtes hätten "Material befördert, das es nahelegt, disziplinarisch tätig zu werden", sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Täte man es trotzdem, käme es zu einem Rechtsstreit. Das jetzt gefundene Konzept sei "hoch einvernehmlich". Auch der Personalrat habe zugestimmt.

Neuorganisation

Zu dem Konzept gehört, dass der jetzige Leiter der Zentralen Dienste bei den Bürgerdiensten, Manfred Kruse, als kommissarischer Leiter auf Spaenhoffs Posten wechselt. Sierau will dem Rat vorschlagen, Kruse auch "ordentlich" als Amtsleiter einzusetzen. Seine Stellvertreterin wiederum wird Elisabeth Böker, bisher im OB-Amt in leitender Funktion.

Die geplante Neuorganisation der Bürgerdienste mache es erforderlich, dass die Amtsleitung langfristig in der Verantwortung stehe, sagt Sierau: "Wir haben zwei Wahlen im nächsten Jahr, da wechselt man nicht im Strom die Pferde." Und in der Stabsstelle "Digitales Dortmund" könne Spaenhoff seine Erfahrungen einbringen. 

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