Wege zum Traumberuf

DORTMUND „Chancen gleich“ lautet das Motto beim DASA-Jugendkongress, der 10. Großveranstaltung rund um Ausbildung und Beruf. Und auch beim am Mittwoch gestarteten Jubiläums-Jugendkongress zeigt sich: Eine Chance hat nur der, der sie ergreift.

von Von Susanne Riese

, 19.09.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wege zum Traumberuf

Wie lebe ich im Jahr 2037? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer der Kreativwerkstatt.

Zum Beispiel die Chance, sich bei rund 50 Unternehmen, Organisationen und Kreativ-Werkstätten über ein Vielfaches an Berufen und Ausbildungswegen zu informieren. Oder die Chance, an den Ständen der handwerklichen und technischen Ausbildungsberufe seine Fähigkeiten zu testen, z.B. die ruhige Hand beim Dekorieren von Petit Fours bei den Konditoren des Gisbert-von Romberg-Berufskollegs; oder in der „Kreativwerkstatt“ des „theaterkohlenpott“ das eigene Potenzial für Medienberufe wie Grafiker, Texter oder Vertoner.

Oder die Gelegenheit, an den „Gesprächsinseln“ in der Stahlhalle die Frage loszuwerden, wie der Traumberuf Wirklichkeit werden kann. Dazu standen dort Experten der IHK und Ausbildungsleiter verschiedener Berufe bereit. Im vergangenen Jahr kamen rund 12.000 Jugendlichen aus Dortmund und ganz NRW zu der zweitägigen Veranstaltung, in diesem Jahr werden es noch mehr sein, vermutet DASA-Sprecherin Monika Röttgen.

Viele scheinen durch das riesige Angebot überfordert, wie die vier blonden Mädels von der Gesamtschule Holsterhausen in Essen. „Wir sind völlig erschlagen“, sagt Janina (16). Bei den Zahntechnikern waren sie und beim Friseurhandwerk, die Modenschau der Abteilung Textiltechnik und Kleidung des Paul-Ehrlich-Berufskollegs haben sie gesehen und den von angehenden Hotelfachleuten der Wihoga festlich gedeckten Tisch.

Ideen für ihre eigene berufliche Zukunft fanden die vier Gesamtschülerinnen jedoch nicht. Jessica Müller aus Wuppertal hingegen weiß, was sie will: Während sie bei der Friseur-Innung ansteht, um sich von einer der Auszubildenden die Nägel verschönern zu lassen, überlegt sie, was sie fragen will. „Ich möchte nämlich beides machen, Friseurin und Nageldesignerin“, sagt die 15-Jährige, die ihre Chance zu nutzen weiß.

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