Weihnachtsbäume: Grün-Sammlung im Schnee

DORTMUND Mehrere hundert Tonnen Weihnachtsbäume haben Mitarbeiter der Entsorgung Dortmund und freiwillige Helfer am Samstag wieder im Stadtgebiet gesammelt. Eis und Schnee waren für sie kein Hindernis.

von Von Johannes Franz

, 11.01.2009, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Wind kalt bläst und die Luft feucht ist, leiden die Helfer deutlich mehr. Gegen die trockene Kälte hilft die Bewegung. Und sehr viel heißer Tee. „Einmal hat es richtig stark geregnet“, erinnert sich Jens Storck, Leiter des Jugendrotkreuzes Dortmund, nur sehr ungern. „Die Bäume saugen sich voll Wasser und werden ungemein schwer.“ „Ein paar Hundert Tonnen kommen schon zusammen“, schätzt Jens Storck. Im vergangenen Jahr waren 423 Tonnen. „Aber die zählt man natürlich nicht mehr.“ Nur eines steht fest: „Im Laufe des Tages lernt man, jeden einzelnen Baum zu hassen.“ Doch diese Abneigung ist nur von kurzer Dauer. „Am Ende des Tages sitzen die Gruppen noch ein wenig zusammen und freuen sich auf das nächste Jahr“, verrät Jens Storck. Trotz einiger Überraschungen, die die Sammelaktionen mit sich bringen. „Einmal kamen wir zu einem Altersheim“, schaut Storck schmunzelnd zurück. „Die hatten einen Weihnachtsbaum, der vom Erdgeschoss bis in die oberste Etage reichte. Sechs Meter hoch.“ Keine leichte Aufgabe für das Rot-Kreuz-Team.   Am Kompostwerk in Wambel werden die Bäume bis in die Abendstunden kleingeschreddert, damit der Berg nicht zu hoch hinauswächst. Und wenn der letzte Baum abgeliefert ist, geht es zu Hause in die heiße Badewanne. Und dort bekommt man die getane Arbeit noch einmal ganz besonders zu spüren: „Überall, wo einen die Nadeln gestochen haben, fängt es ziemlich an zu brennen“, so Jens Storck. Jahr für Jahr.

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