Weitere Schulklassen in Dortmund wegen Corona-Verdachts geschlossen

rnCoronavirus und Schule

In weiteren Dortmunder Schulen sind Klassen wegen Corona-Verdachtsfällen bis auf Weiteres geschlossen. Es zeigt sich: Grund- und weiterführende Schulen sind gleichermaßen gefährdet.

Dortmund

, 21.08.2020, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Melde-Praxis der Corona-Infektionen in Dortmund ist der Blick auf das Geschehen in den Schulen Standard geworden. Am Freitag (21.8.) meldet das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund weitere Verdachtsfälle an zwei Schulen.

An der Peter-Vischer-Grundschule im Kreuzviertel ist aufgrund eines Verdachtsfalls eine Klasse geschlossen. An der Albert-Schweitzer-Realschule im Stadtteil Mengede sind aufgrund zweier Verdachtsfälle zwei Klassen nicht im Unterricht.

In beiden Fällen ermittelt das Gesundheitsamt nach dem zuletzt üblichen Verfahren unmittelbare Kontaktpersonen der Verdachtsfälle und entscheidet über eine mögliche Quarantäne.

Unbehagen nach Fall am Helene-Lange-Gymnasium

Am Helene-Lange-Gymnasium im Stadtbezirk Hombruch sorgt genau dieses Vorgehen für Irritationen bei Eltern. Am Montag (17.8.) war dort ein mittlerweile bestätigter Corona-Fall aufgetreten.

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Nach Einschätzung des Gesundheitsamts sind aber außer der infizierten Schülerin und einer Sitznachbarin keine weiteren Kinder gefährdet. Die siebte Klasse hatte am Freitag (21.8.) wieder Unterricht. Es gibt Elternberichte, in denen großes Unbehagen mit dieser Entscheidung durchklingt.

Bisher acht Schulen in Dortmund betroffen

Insgesamt sind seit Beginn des Schuljahres am 12. August Verdachtsfälle an 8 der 159 Dortmunder Schulen gemeldet worden. Einzelne Klassen blieben zeitweise zuhause. An der Nordmarkt-Grundschule ist seit Mittwoch (18.8.) eine ganze Klasse in 14-tägiger Quarantäne.

In einem Fall hatte eine Corona-Infektion eines Kindes die komplette Schließung einer Schule zur Folge. Die Grundschule Kleine Kielstraße ist noch bis einschließlich 27. August dicht.

Korrektur der Stadt: Schule hat sich nicht selbst geschlossen

Zuletzt hatte die Stadt Dortmund darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung nicht die Schule selbst getroffen habe, sondern dass sie auf Empfehlung des Gesundheitsamt gefallen sei. Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken hatte am Dienstag (18.8.) zunächst mitgeteilt, dass die Schulleitung über die Empfehlung des Gesundheitsamts hinaus gegangen wäre.

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Grundlage für die Schulschließung sei aus infektiologischer Sicht die Einschätzung gewesen, „dass das betroffene Kind in der Schule engere Kontakte auch außerhalb seiner Klassengemeinschaft gehabt haben könnte“, so die Pressestelle der Stadt Dortmund. „Die Entscheidung wurde in Einvernehmen mit der Schulleiterin getroffen, jedoch intern sowie in der Folge dann auch extern falsch kommuniziert.“

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