Weiterer Einbruch behindert Ehrenamtliche der Awo Brackel-Neuasseln

rnEhrenamt in Brackel

Bereits zum zweiten Mal sind Unbekannte in die Begegnungsstätte der Awo in Brackel eingebrochen. Nun überlegen die Ehrenamtlichen, wie sich die Awo vor einem erneuten Einbruch schützen kann.

Brackel

, 05.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Jetzt wurden uns noch die restlichen Getränke gestohlen“, sagt die Awo-Ortsvereinsvorsitzende Monika Klaus verärgert. Zum zweiten Mal wurde die Begegnungsstätte im Gebäudekomplex der Geschwister-Scholl-Gesamtschule an der Haferfeldstraße von Einbrechern heimgesucht.

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Vieles war abgelaufen

Unter anderem fehlen auch Bierdosen. „Den alkoholfreien Sekt haben sie aber stehen lassen“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende Jutta Trautenau mit Galgenhumor. Und Graffiti „verzieren“ die Hauswand.

Auch mit einem Graffito hat sich jemand bei der Awo "verewigt".

Auch mit einem Graffito hat sich jemand bei der Awo "verewigt". © Tobias Weskamp

Dabei dürften sich die Einbrecher nicht allzu sehr über ihre Beute freuen: denn vieles von dem, was im Kühlschrank war, war bereits abgelaufen, wie Monika Klaus erklärt. Der Grund: Durch die Corona-Pandemie konnten viele Veranstaltungen wie etwa Konzerte, für die die Getränke gedacht waren, nicht stattfinden.

Das Corona-Virus ist bei der Awo nicht willkommen.

Das Corona-Virus ist bei der Awo nicht willkommen. © Tobias Weskamp

Der Ortsverein hatte noch Glück im Unglück: „Eine Lagertür haben die Einbrecher nicht aufbekommen“, berichtet Monika Klaus. Trotzdem muss der Verein nun neue Getränke kaufen. Und von den abgelaufenen Sachen fehlt nun der Pfand.

Zweiter Einbruch in kurzer Zeit

Bereits eine Woche vorher wurde schon einmal in die Begegnungsstätte eingebrochen. In der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wurden Spinde aufgebrochen und das Mobiliar beschädigt. Danach wurden in der Begegnungsstätte Getränke, die Kaffeemaschine und eine kleinere Geldkassette gestohlen.

Die Polizei ermittelt bei beiden Einbrüchen. Gegen einen weiteren Einbruch will sich die Awo schützen. Alle Schlösser wurden bereits ausgetauscht. Außerdem plant der Ortsverein auch eine Videoüberwachung der Begegnungsstätte.

Die Planungen laufen

Trotz aller Widrigkeiten ist der Ortsverein schon voll in den Planungen für kommende Veranstaltungen. Den Auftakt bildet ein Info-Nachmittag am 16. August (Sonntag) ab 14.30 Uhr. Verbindliche Anmeldungen sind bis zum 13. August unter Tel. 855123 oder 254253 (AB) möglich.

Am 27. September (Sonntag) folgt ab 14 Uhr ein Musiknachmittag mit Lukas Blume (vom Shantychor Dortmund), am 16. Oktober (Freitag) ab 20 Uhr ein Konzert mit Jeff Good und Torsten K.

Jutta Trautenau und Monika Klaus bereiten mit ihren Kolleginnen die kommenden Veranstaltungen in der Begegnungsstätte vor.

Jutta Trautenau und Monika Klaus bereiten mit ihren Kolleginnen die kommenden Veranstaltungen in der Begegnungsstätte vor. © Tobias Weskamp

„Wir wollen auch die ausgefallenen Konzerte nachholen“, erklärt Monika Klaus. Dabei wird darauf geachtet, dass es keine Überschneidungen mit dem Café Alt Wien in der Nachbarschaft gibt.

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„Wir wollen uns gegenseitig nichts wegnehmen“, sagt Monika Klaus. Bei allen Veranstaltungen werden natürlich die geltenden Corona-Hygieneregeln umgesetzt.

Kleines Team kümmert sich

Da es sich bei der Begegnungsstätte um städtische Räume handelt, dürfen diese erst demnächst genutzt werden. Auch sind aufgrund der verkürzten Öffnungszeiten noch nicht alle Veranstaltungen möglich.

Ein "Einbahnstraßen-Konzept" soll die Sicherheit vor Ansteckung verbessern.

Ein "Einbahnstraßen-Konzept" soll die Sicherheit vor Ansteckung verbessern. © Tobias Weskamp

Tanzen und Zumba beispielsweise finden wieder statt, Tischspiele dagegen nicht. „Zu große Gruppen müssen wir aufteilen, da bei Bewegungsangeboten derzeit nur bis zu zehn Leute erlaubt sind“, erklärt Jutta Trautenau.

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Der Ortsverein stemmt alle Veranstaltungen mit einem kleinen Kernteam. Neben Monika Klaus und Jutta Trautenau sind das Schriftführer Norbert Wiesenburg (von Monika Klaus lächelnd als „Mädchen für alles“ bezeichnet) und die Beisitzerinnen Margarete Ferling und Rosel Uszkoreit. „Wir suchen dringend eine zuverlässige Person, die unsere Kassenfunktion übernehmen kann“, sagt Monika Klaus.

Vereine nutzen Begegnungsstätte

Aber nicht nur der Ortsverein nutzt die Begegnungsstätte. Auch andere wie eine Senioren-Tanzgruppe kommen in die Räume. Mit mehreren Vereinen befindet sich die Awo derzeit in Verhandlungen. Unter anderem sollen Kinderturnen und eine Entspannungsveranstaltung am Abend hinzukommen. Denn die Begegnungsstätte ist nicht nur für Senioren gedacht, wie Monika Klaus betont, sondern für alle Altersgruppen.

Ortsverein hat auch einen Internetauftritt

Mehr Informationen gibt es auch unter www.awo-dortmund.de/ov/brackel-neuasseln.

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