Weitgereiste Gäste

«Vor 21 Jahren war es deutlich einfacher. Aber auch heute, mit 63 Jahren, geht's noch gut». Alfred Kwasniak (Foto), Dortmunder mit ausgeprägtem Gespür für alles, was mit Laufen und Radfahren zu tun hat, hat keine Angst vor hohen Bergen.

08.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Weitgereiste Gäste

Kwasniok 63 Jahre war auch 1986 dabei Do Hütte

1986, bei der ersten Kühtai-Tour, war er einer von 160 Teilnehmern. Das Feld im 75. Bestehensjahr der Dortmunder Hütte war mit zehn Aktiven schon deutlich übersichtlicher. Dr. Jürgen Domian hatte die Idee, eine Radgruppe zu organisieren, die 21 Jahre später noch mal die 891-km-Tour mit 9180 Höhenmetern in acht Tagen abradelt.

Kein Problem für den 18-jährigen Markus Chrost, der die letzten 30 Kilometer mit dem finalen Aufstieg zum Kühtaihochtal als inoffizieller Erster ganz locker und bis auf Müsliriegel völlig ungedopt für sich entschied.

Am Berg war Solofahren erlaubt, sonst galt eisern die Gruppendisziplin. Eine Regenetappe mit starkem Gegenwind lässt sich in der Gruppe eben erträglicher absolvieren. Als Belohnung für die verregnete Tour zeigte sich das Wetter dann beim Festnachmittag von der allerbesten Seite.

War das Dortmunder Haus vor 75 Jahren die zweite «Schank- und Schlafmöglichkeit», erreichbar nur über einen Pfad und bar aller Skilifte, so hat sich der Charakter des österreichischen Kühtai-Hochtals in den vergangenen 20 Jahren grundsätzlich geändert.

Mit Monika Fiegel-Tabernig als neuer Hüttenwirtin weht ein frischer Wind durch die Räume des historischen Gebäudes. Lager für preisbewusste Wanderer gibt's immer noch, aber die Zimmer haben nach 70 Jahren eine komplette Modernisierung hinter sich. Stockbetten und Waschmöglichkeiten auf dem Flur gehören der Vergangenheit an. Nicht unerhebliche Investitionen haben aus der «Hütte» ein zeitgemäßes Haus nicht nur für sportlich ambitionierte Gäste gemacht.

23 Jahre lang war Egon Kuen Wirt auf der Dortmunder Hütte. Dass zu seiner Dienstleistung nicht nur Skiwasser, Bergsteigeressen und Hüttenmanagment gehörte, stellte er am Festabend eindrucksvoll unter Beweis - nicht eines der alten Lieder hat er über die Jahre vergessen. Oskar Neubauer.

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