Weltkriegsbombe auf DSW21-Gelände ist entschärft - 800 Anwohner mussten evakuiert werden

Blindgänger an der Deggingstraße

Erneut ist am Donnerstag eine Weltkriegsbombe auf dem DSW21-Gelände in der südöstlichen Innenstadt gefunden worden. 800 Anwohner waren betroffen. Der Blindgänger ist entschärft.

Dortmund

, 07.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Weltkriegsbombe auf DSW21-Gelände ist entschärft - 800 Anwohner mussten evakuiert werden

An der DSW21-Zentrale wurden bei Bauarbeiten schon mehrere Blinggänger gefunden. Das Foto zeigt die Zentrale Ende November 2018. © Peter Bandermann (Archiv)

Aktualisierung 20.05 Uhr:

Es hat ein paar Minuten länger gedauert als sonst, aber der Blindgänger an der Deggingstraße ist seit kurz nach 20 Uhr entschärft.

Laut der Stadt Dortmund waren 47 Mitarbeiter des Ordnungsamts, 16 Mitarbeiter des Tiefbauamts sowie die Polizei Dortmund mit acht Personen, die Feuerwehr mit zwei Personen und die Johanniter mit 16 Personen im Einsatz.

Es gab neun Krankentransporte. 115 Personen hielten sich in der Evakuierungsstelle in der Landgrafen-Grundschule auf.

Aktualisierung 19.17 Uhr

Die Entschärfung hat begonnen. Die Evakuierung hatte etwas länger gedauert, weil in einem Fall der Schlüsseldienst eine Wohnung öffnen musste.

Aktualisierung 17.42 Uhr: Evakuierung ist im vollen Gange

Die Evakuierung hat pünktlich begonnen, seit fünf Minuten ist das Evakuierungsgebiet komplet abgesperrt. Jetzt ist die Fahrt in das Gebiet nicht mehr möglich. Wann die Evakuierung abgeschlossen ist, steht noch nicht fest.

Aktualisierung 15.17 Uhr: 300 Meter Evakuierungsradius

Am Donnerstag ist im Bereich Deggingstraße/Baufeld erneut eine britische 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger muss noch am gleichen Tag durch einen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärft werden. Aus Sicherheitsgründen muss deshalb das umliegende Gebiet (siehe Karte) in einem Radius von 300 Meter evakuiert werden.

Weltkriegsbombe auf DSW21-Gelände ist entschärft - 800 Anwohner mussten evakuiert werden

In einem Radius von 300 Metern um den Bomben-Fundort wird evakuiert. Gut 800 Anwohner sind betroffen. © Stadt Dortmund

Circa 800 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund. Außerdem werden der Kindergarten „Von-der-Berken-Straße“, das Dortmunder Systemhaus, Verwaltungsgebäude der DSW21, DOEGO Fruchthandel und Teile des Großmarktes evakuiert.

Die Evakuierung soll gegen 17 Uhr beginnen. Von Seiten der Stadt wolle man noch warten, bis die Kinder von ihren Eltern aus der im Bereich liegenden Kindertagesstätte abgeholt werden, sagt Pressesprecher Maximilian Löchter.

Wann dann die Entschärfung beginnt, könne man noch nicht genau sagen, da man noch nicht wisse, ob und wie viele Anwohner von Kranken- und Liegendtransporten befördert werden müssen. Das könne zu Verzögerungen führen.

Eine Evakuierungsstelle wird in der Landgrafen-Grundschule, Landgrafenstraße 1-3, eingerichtet. Ein Evakuierungsbus wird durch die Feuerwehr bereitgestellt und bringt die Anwohner zur Evakuierungsstelle.

Erste Meldung 12.50 Uhr: Gebäude der Stadtwerke wird bis 16 Uhr evakuiert

DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann sagte auf Anfrage unserer Redaktion, dass der Blindgänger am Donnerstag bei Bauarbeiten auf dem DSW21-Gelände gefunden worden sei und dass ihm mitgeteilt worden sei, dass gegen 16 Uhr alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen haben müssen.

In welchem Radius evakuiert wird und ob Anwohner betroffen sind, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Stadt Dortmund äußerte auf Anfrage nach näheren Informationen, dass sie diese aktuell noch zusammenstellen müsse.

An der Deggingstraße werden immer wieder Bomben gefunden. Auf dem DSW21-Gelände entsteht ein neues Wohngebiet. Es gehört mit 27 sogenannten Verdachtspunkten zu den am dichtesten mit Fliegerbomben belasteten Flächen im Stadtgebiet. Immer wieder müssen Bewohner deshalb während der Bombenentschärfungen evakuiert werden.

Wir berichten weiter.

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