Wenig Aussicht auf Klageerfolg für Ex-Vorstände von Wohnungsgenossenschaft

GWG Hombruch-Barop

Der Funktionärsstreit bei der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft (GWG) Hombruch-Barop hat am Donnerstag das Landgericht erreicht. Weiterhin ist unklar, ob die Wahl zweier Aufsichtsräte im Mai rechtmäßig war oder nicht.

Hombruch/Barop

, 16.11.2017, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landgericht Dortmund.

Das Landgericht Dortmund. © Dieter Menne (Archivbild)

Die beiden inzwischen zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Winfried Berlin und Kurt-Rainer Pilzecker sind davon überzeugt, dass die Mitgliederversammlung am 18. Mai nicht korrekt abgelaufen ist, weil sich seinerzeit 14 Genossenschaftsmitglieder von anderen Personen vertreten ließen.

Dies sei aber nur mit vorheriger Genehmigung des Vorstands erlaubt. „Und ich kann sicher sagen, dass wir als Vorstand nur eine einzige Ausnahmegenehmigung erteilt haben“, sagte Winfried Berlin in der Verhandlung. Das Problem ist nur, dass die Satzung, auf die er sich beruft, zumindest in diesem Punkt juristisch problematisch zu sein scheint. Das ließ jedenfalls die Richterin durchblicken.

Klangeanspruch durch Rücktritt verloren?

Entscheidend für das Verfahren dürfte jedoch ein weiterer Streitpunkt sein. Nach Ansicht des GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Schilff haben Berlin und Pilzecker durch ihren Rücktritt als Vorstände jeglichen Klageanspruch verwirkt. Auch die Richterin sagte an die Adresse der beiden Kläger: „Sie rügen hier die Verletzung ihrer rechte als Vorstände. Und diese Rechte haben Sie inzwischen freiwillig aufgegeben.“

Winfried Berlin war 53 Jahre lang als nebenamtlicher Vorstand bei der GWG Hombruch-Barop tätig. Ende September ist er nach internen Streitigkeiten zurückgetreten.

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