Darum gibt es keinen Volksbank-Geldautomaten mehr in Bövinghausen

rnVolksbank Dortmund Nordwest

Nach dem Einkauf am Automaten Geld abheben: Das ging bis vor Kurzem im Einkaufszentrum neben dem Edekamarkt an der Provinzialstraße. Nun hat die Volksbank Nordwest den Automaten abgebaut.

Bövinghausen

, 30.08.2019, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da staunte Peter Rehbein nicht schlecht: Als er beim Lebensmitteleinkauf im Edekamarkt an der Provinzialstraße noch ein wenig Geld abheben wollte, war der Automat der Volksbank Dortmund-Nordwest verschwunden. „Jetzt müssen Volksbankkunden nach Kirchlinde oder Lütgendortmund“, sagt er im Gespräch mit dieser Redaktion.

Peter Rehbein ist noch berufstätig und mobil. „Meine Mutter ist jedoch 86, Volksbank-Kundin und nicht mehr mobil.“ Rehbein ist auch Vorsitzender der Kolpingsfamilie Bövinghausen. „Vielen Mitgliedern fehlt damit ebenfalls die Geldversorgung.“ Zwar unterhält die Sparkasse ein paar hundert Meter entfernt noch einen Geldautomaten. Geldabheben kostet für Fremdkunden allerdings eine Gebühr.

Rehbein ist selbst Mitglied und stimmberechtigter Vertreter in der Genossenschaft. Also wandte er sich an die Hauptstelle der Volksbank Dortmund-Nordwest in Mengede. „Ein Vorstandsbeschluss aus Kostengründen“, erfuhr er.

Bargeld ist auf dem Rückzug

Oliver Nows ist Bereichsleiter Privatkunden der Volksbank Dortmund-Nordwest. „Es war eine geschäftspolitische Entscheidung“, bestätigt der Banker auf Anfrage der Redaktion. Mehrere Gründe hätten zu dem Schritt geführt, den Geldautomat-Standort aufzugeben. „Bargeld ist auf dem Rückzug“, erklärt er. Die Menschen zahlen per Geld- oder Kreditkarte oder mit dem Smartphone über Online-Zahlungsmöglichkeiten.

Darum gibt es keinen Volksbank-Geldautomaten mehr in Bövinghausen

Im Bövinghauser Einkaufszentrum an der Provinzialstraße hat die Volksbank Dortmumnd-Nordwest ihren Geldautomaten abgebaut. © Stephan Schütze (Archivbild)

„In Bövinghausen hat die Frequenz deutlich abgenommen“, nennt Oliver Nows einen konkreten örtlichen Grund. Das könne auch daran liegen, dass sich seit einigen Jahren das zweite Geschäftszentrum weiter südlich etabliert habe. Letztlich habe sich der Geldautomat nicht mehr gerechnet.

„Einige Kunden denken, so eine Kiste kann nicht so teuer sein“, weiß der Betriebswirt. „Aber die Technik muss gewartet und das Geld aufgefüllt werden. Hinzu kommen Leitungs- und Reparaturkosten.“ Diese Kosten tragen Volksbank-Kunden mit ihren Kontoführungsgebühren, Fremdkunden mit dem Entgeld für das jeweilige Abheben – solange ein Automat ausreichend genutzt wird.

Unterstützung bei der Versorgung mit Bargeld

Was in anderen Ländern längst gang und gäbe ist, setzt sich mehr und mehr auch in Deutschland durch: die bargeldlose Zahlung. Oliver Nows verweist darauf, dass viele Supermärkte Bargeld auszahlen. Was für die Kunden ein Service ist, hat für die Händler wirtschaftliche Gründe: „Bargeld ist ein Kostenfaktor.“

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Der Privatkunden-Bereichsleiter will die Probleme älterer Kunden aber nicht beiseite schieben. „Wenn jemand Schwierigkeiten mit der Bargeld-Versorgung hat, werden wir eine individuelle Lösung finden“, sagt er. „Wir müssen einen gesunden Kompromiss finden. Ich bin dabei behilflich.“

Service und Kontakt

  • Oliver Nows verspricht jedem Kunden eine individuelle Lösung, sollten sie Probleme haben an Bargeld zu kommen.
  • Zu erreichen ist der Bereichsleiter Privatkunden über die Zentrale der Volksbank Dortmund-Nordwest: Telefon (0231) 3370-0
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