Lollitests in Kitas

Weniger Corona-Tests für Kinder: Stadt Dortmund verteidigt Vorgehen

Wieso gibt es weniger PCR-Tests für Kita-Kinder in Dortmund? Die städtische Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger hat sich geäußert. Sie stellt eine Rechnung auf.
Daniela Schneckenburger ist Dezernentin für Jugend und Schule.
Daniela Schneckenburger ist Dezernentin für Jugend und Schule. © Ruhr Nachrichten

Es sei „eine schwierige Entscheidung“ gewesen, die die Stadt Dortmund habe „treffen müssen“. So erklärt Daniela Schneckenburger die Reduzierung der Lolli-Pool-PCR-Tests in den Kitas von zwei auf eins pro Woche. Sie wirbt bei den Eltern um Verständnis.

„Die Labore sind am Limit“, unterstreicht die Schul- und Jugenddezernentin. Und das habe leider Auswirkungen für die Testung in den 232 Dortmunder Kitas. Dort befänden sich „in einem Pool circa 10 bis 15 Teststäbchen. Die am nächsten Tag angefertigte ‚B-Probe‘ wird dann vom Labor analysiert, wenn der Pool selbst als positiv identifiziert ist.“

Labore haben einfach nicht mehr Mitarbeiter

Das wiederum ziehe nach sich: „Jeder infizierte Pool bedeutet circa 10 bis 15 mal so viele Einzelproben, die das Labor analysieren muss. Bei 135 positiven Pools also circa 1.350 bis rund 2.000 Proben.“

Selbst beim Einsatz aller verfügbaren Kräfte, so führte Schneckenburger nach Telefonaten mit dem Labor aus, seien keine Mitarbeiter vorhanden oder wären einstellbar, um diese Anzahl an PCR-Tests zu bewältigen.

„Den technischen Teil könnte man vielleicht noch in den Griff bekommen mit zeitlichem Vorlauf, das personelle Problem allerdings nicht.“ Würde man bei der bisherigen Teststrategie bleiben, würde man eine „verspätete Rückmeldung über die Testergebnisse um mehrere Tage bis zu einer Woche in Kauf nehmen müssen“.

Das aber, so Schneckenburger, „wäre widersinnig, weil Kinder bereits nach fünf Tagen aus der Quarantäne wieder entlassen werden können.“

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