Weniger Dortmunder Jungs heißen Mats

Beliebte Vornamen

Über 40 Jahre ist es her, dass in Dortmund zuletzt so viele Babys geboren wurden wie in diesem Jahr. Standesamts-Chefin Claudia Hertkens ist sich sicher: Bis Ende dieser Woche wird die Geburten-Zahl 5500 noch geknackt. Doch der einst so beliebte Name Mats steht bei jungen Eltern nicht mehr hoch im Kurs.

DORTMUND

, 28.12.2016, 03:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weniger Dortmunder Jungs heißen Mats

In Dortmund gibt es dieses Jahr so viele Neugeborene wie schon lange nicht mehr.

Einen Tag vor Heiligabend zählte Standesamts-Chefin Claudia Hertkens bereits 5400 Geburten. Zum Vergleich: 1973 beurkundeten die Dortmunder Standesbeamten 5544 Geburten, im vergangenen Jahr nur 4817.

Kleine Jungs haben mit einem Anteil von 51 Prozent an den Geburten ganz knapp die Nase vorn. Der Name Elias bleibt bei ihnen Spitzenreiter. Er wurde im vergangenen Jahr 43 mal gewählt, 2016 bisher 45 mal. Auf Platz zwei landeten Jonas und Paul (je 43 mal gewählt), auf drei der Vorname Ben (40). Maximilian gehörte 2015 noch zu den Favoriten, 40 mal entschieden sich Eltern dafür: damals Platz zwei. Diesmal reichte es nur für Platz 5 auf der Liste der beliebtesten Namen.

Immer wieder Sophie

Den Weggang „ihres“ BVB-Kapitäns haben viele werdende Eltern Mats Hummels offenbar nicht verziehen. Zwar wählten wie 2015 insgesamt 22 Eltern Mats als Namen für ihren Sohn aus, doch in der zweiten Jahreshälfte sei der Name tatsächlich weniger beurkundet worden, so Claudia Hertkens: „In der Gesamtauswertung steht Mats noch auf Platz 18, wertet man aber das zweite Halbjahr aus, dann landete der Name nur noch auf Platz 28.“ Im Sommer hatte Mats Hummels seinen Wechsel zu den Bayern bestätigt.

Bei den Mädchen dürften inzwischen kleine Sophies, Maries, Marias und Mias die Kindergärten fluten. Seit Jahren sind dies die beliebtesten weiblichen Vornamen. Einen Tausch gibt‘s nur bei den Platzierungen. Mit 84 beziehungsweise 86 Beurkundungen letztes und dieses Jahr führt Sophie die Mädchennamen-Liste aber deutlich an.

Ja-Sager werden mehr

Die Dortmunder vermehren sich nicht nur wieder fleißiger, sie schließen auch mehr Ehen und Lebenspartnerschaften. Bis einen Tag vor Heiligabend waren 2614 Paare von den Standesämtern getraut. Claudia Hertkens sieht einen anhaltenden Trend zum Ja-Wort: 2014 ließen sich 2422 Paare, 2015 bereits 2592 Paare trauen. Die Standesamts-Chefin rechnet noch mit etlichen Ja-Sagern in dieser Woche. Der Dezember ist wohl aus steuerlichen Gründen der stärkste Monat bei den sogenannten Bürotrauungen, also spontanen Eheschließungen. Ein Donnerstag war diesmal höchst beliebter Trautag: der 16.6.16. 19 Paare entschieden sich für dieses „runde“ Datum.

Die beliebtesten Orte zum Heiraten:

  • Beliebtester Ambiente-Trauort war, ist und bleibt die Kapelle Wischlingen mit 136 Trauungen (2015 waren es 116).
  • Platz zwei als Ambiente-Ort belegt die Zeche Zollern II/IV mit 78 Trauungen (2015: 68), Platz drei bereits das Dortmunder U. 30 Paare gaben sich dort das Ja-Wort, im Vorjahr waren es 28.
  • Schloss Westhusen liegt mit 29 Trauungen (2015: 34) knapp auf Platz vier.
  • Die Treue zum BVB wurde noch ein bisschen stärker: Vor zwei Jahren gab es erst zwölf Eheschließungen im Stadion, 2015 waren es schon 21 und in diesem Jahr 26 Trauungen.
  • Mit dem Kulturzentrum „café balou“ gibt‘s seit 2016 einen neuen Ambientetrauort. Für 2017 sind dort bereits fünf Termine gebucht.
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