Weniger Tote durch Schlaganfälle in Dortmund

Hirnschlag

Weniger Dortmunder sterben an Schlaganfällen. Innerhalb von zehn Jahren sanken die Zahlen um fast ein Viertel. Für die positive Entwicklung könnte es gleich mehrere Gründe geben.

Dortmund

06.07.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einem Schlaganfall kann schnelle Hilfe Leben retten.

Bei einem Schlaganfall kann schnelle Hilfe Leben retten. © dpa (Symbolfoto)

Im Jahr 2018 starben in Dortmund 323 Menschen an einem Schlaganfall. Das sind 23,6 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 2008 lag die Zahl mit 423 Toten noch deutlich höher.

Und auch im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich die Zahlen im Jahr 2018 verbessert. In diesem Fall um 22 Personen, das entspricht 6,4 Prozent.

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Als einen möglichen Grund für die sinkenden Zahlen nennt Stefanie Weier von der Krankenkasse IKK classic die bessere Aufklärung der Bevölkerung über das Thema. „Und vor allem auch die sogenannten ‚Stroke-Units‘ an den Krankenhäusern, die seit Mitte der 90er Jahre in NRW aufgebaut wurden“, sagt sie.

Die „Stroke Units“ sind Schlaganfall-Spezialstationen, in denen Schlaganfallpatienten von erfahrenen Behandlungsteams schnell und interdisziplinär behandelt werden können. In Dortmund gibt es solche Einheiten am Klinikum und am Knappschaftskrankenhaus.

Schnelle Hilfe ist entscheidend

Das Blutgerinnsel, das den Schlaganfall auslöst hat, schnell zu behandeln, ist entscheidend. Treten Symptome wie Sprach- und Sehstörungen, plötzliches Erblinden eines Auges, herabhängende Mundwinkel oder halbseitige Lähmungen auf, sollte schnell Hilfe geholt werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen: 84,5 Prozent der Betroffenen seien zum Zeitpunkt des Schlaganfalls 70 Jahre oder älter gewesen, so Weier.

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