Wer lichtet den Höchstener Urwald?

02.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Höchsten «Gucken Sie sich den Dreck doch mal an. Aller Mist wird hier reingeschmissen», ärgert sich Manfred Wasmuth und zeigt auf Zigarettenschachteln, Becher, Papier und altes Laub, das den Gehweg an der Wittbräucker Straße vor der Höchstener Grundschule verdreckt.

Seit über einem Jahr sei der Gehweg im Bereich der Hausnummern 422 bis 430 nicht gefegt und die Hecke, die den Weg zur Fahrbahn abschirmt, nicht geschnitten worden. «Wenn es regnet, wird alles glitschig, und man muss aufpassen, dass man nicht hinfällt», verweist er auf die Verkehrssicherungspflicht der Stadt.

Ein Übel, auf das auch Hans-Georg Götte, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Höchsten, vor zwei Wochen in einem Brief ans Tiefbauamt hingewiesen hat. Außerdem sei der Bankettstreifen auf der anderen Seite der Wittbräucker Straße in einem «katastrophalen, unhaltbaren Zustand». «Es dauert nicht mehr lange, dann haben wir hier einen Urwald», mutmaßt er.

Doch bei der Stadt fühlt sich niemand so richtig zuständig für Wildwuchs und Müll. Den Straßenzustand auf der nördlichen Seite wird sich Ulrich Finger, Bereichsleiter im Tiefbauamt, in den nächsten Tagen ansehen. «Für die Reinigung des Gehweges ist die EDG zuständig», gibt Pressesprecherin Anja Kador die Verantwortung weiter.

«Bei dem beschriebenen Gehweg handelt es sich nicht um einen Bürgersteig, den die EDG einmal wöchentlich zu säubern hat, sondern wegen der Hecke zur Straße um einen fußläufigen Erschließungsweg. Für den sind Regiebetrieb Grün oder Tiefbauamt zuständig», retourniert Matthias Kienitz von der EDG.

Ja, wer denn nun? het

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