Wer noch per Brief wählen will, muss sich beeilen

rnKommunalwahl 2020

In der letzten Woche vor der Kommunalwahl am 13. September läuft der Endspurt bei der Briefwahl. Anträge sind nur noch bis Mitte der Woche möglich. Die Nachfrage im Corona-Jahr ist gewaltig.

Dortmund

, 08.09.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf bis zu 150.000 Briefwähler für die Kommunalwahl in Dortmund haben sich die städtischen Wahlorganisatoren eingerichtet. Denn sie rechnen damit, dass sich der Trend zur Briefwahl fortsetzt und viele Wähler auch wegen der Corona-Pandemie den Gang ins Wahllokal am 13. September scheuen.

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Ob es wirklich so viele Briefwähler werden, wird sich im Laufe der Woche zeigen. Mehr als 100.000 dürften es auf jeden Fall werden. Denn bis zum vergangenen Freitag (4.9.) hatte das städtische Wahlbüro bereits 94.370 Briefwahlunterlagen ausgestellt. Zum gleichen Zeitpunkt vor der Kommunalwahl 2014 waren es 58.050. „Somit haben wir ein Plus von 36.320, das entspricht 62,27 Prozent“, berichtet Stadtsprecher Maximilian Löchter.

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Wer jetzt noch Briefwahl beantragen will, sollte sich beeilen. Briefwahlanträge sind im Prinzip nur noch bis Mittwoch (9.9.) möglich. Denn nur so kann man davon ausgehen, dass die ausgefüllten Unterlagen auch bis zum Wahltag zurück zur Stadt gelangen. Die Möglichkeit, online Briefwahl-Unterlagen zu beantragen, besteht dann auch nur noch bis Mittwoch um 12 Uhr.

Briefwahlbüro noch bis Freitag geöffnet

Danach gibt es noch zwei Möglichkeiten seine Stimmen für die Kommunalwahl abzugeben:

  • Im städtischen Briefwahlbüro im Rathaus ist die direkte Stimmabgabe möglich. Es ist täglich von 8 bis 16 geöffnet, am Donnerstag und Freitag (10./11.9.) sogar bis 18 Uhr.
  • Danach ist Briefwahl bis zum Wahltag nur noch im Fall einer kurzfristigen Erkrankung mit ärztlichem Attest möglich.

Das Briefwahlbüro im Rathaus ist noch bis zum Freitag vor der Wahl geöffnet.

Das Briefwahlbüro im Rathaus ist noch bis zum Freitag vor der Wahl geöffnet. © Oliver Volmerich

Ausgezählt werden die Briefwahl-Stimmen wie auch die Stimmen, die am Sonntag in den Wahllokalen abgegeben werden, am Abend des 13. September. Die Stadt hat dafür 285 sogenannte Briefwahl-Lokale eingerichtet. Das sind im Prinzip Auszählteams, die am Sonntagabend im Messezentrum der Westfalenhallen zusammenkommen.

In vier Messehallen werden dort unter Corona-Bedingungen die Stimmzettel ausgezählt - für die Oberbürgermeister-Wahl, Rat, Bezirksvertretungen und das Ruhrparlament.

Aufregung durch Wahlpanne

Für Aufregung hatte in der vergangenen Woche eine Wahlpanne gesorgt. In sieben Wahlkreisen waren Briefwahl-Unterlagen mit ungültigen Stimmzetteln für die Ratswahl verschickt worden. Betroffene Wähler haben aber die Möglichkeit sich neue, richtige Stimmzettel zusenden zu lassen.

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Das haben bis Montag (7.9.) um 16 Uhr nach Auskunft von Maximilian Löchter 43 Briefwähler getan. Mehr als 18.000 Briefwahlunterlagen waren in den betroffenen Wahlbezirken versendet worden.

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