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Westfalenhallen müssen Sammler über 90.000 Euro zahlen

Verschwundene Goldnuggets

2011 verschwanden wertvolle Goldnuggets von einer Messe in den Westfalenhallen. Ihr Besitzer verklagte die Westfalenhallen auf eine hohe Entschädigung. Das Oberlandesgericht Hamm gab ihm jetzt recht. Doch der Sammler bekommt 20.000 Euro weniger als zunächst angenommen - aus einem simplen Grund.

DORTMUND/HAMM

11.01.2016 / Lesedauer: 2 min
Westfalenhallen müssen Sammler über 90.000 Euro zahlen

Über 92.000 Euro sollen die Goldnuggets wert gewesen sein.Rund 20.000 Euro weniger als noch vor einigen Monaten. Der Grund: Der gefallene Goldpreis.

Erneute juristische Niederlage für die Westfalenhallen: Nach dem Dortmunder Landgericht hat am Montag auch das Oberlandesgericht Hamm entschieden, dass Goldsammler Claus Hagemann aus Ennepetal für den Verlust von fünf wertvollen Goldnuggets entschädigt werden muss.

Die Klumpen waren im Herbst 2011 bei den Mineralientagen in den Westfalenhallen aus einer verschlossenen Vitrine spurlos verschwunden. Den einzigen Schlüssel hatte damals Hagemann selbst.

Die Westfalenhallen hatten zunächst angeboten, den reinen Goldpreis von rund 40.000 Euro zu erstatten. Der Sammler erklärte dagegen von Anfang an, solch seltene Sammlerstücke seien wesentlich wertvoller. Zwei Gutachter unterstützten ihn schließlich dabei. In der gestrigen Verhandlung am OLG bezifferte eine Diplom-Mineralogin den Wert der Nuggets anhand von Fotos auf exakt 92.632 Euro.

Gefallener Goldpreis bringt Hagemann 20.000 Euro weniger

Genau diese Summe schrieben die Richter schließlich in ihr Urteil. Dass Hagemann damit fast 20.000 Euro weniger bekommen soll, als das Landgericht noch in der ersten Instanz festgelegt hatte, hängt allein mit dem stark gefallenen Goldpreis zusammen. „Maßgebend ist der Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung“, erklärten die Richter, die deshalb noch den aktuellen Goldpreis von Montag ermitteln mussten.

Doch selbst, wenn er die Summe demnächst erhalten sollte: Richtig glücklich wird Sammler Hagemann nicht mehr. Gleichwertigen Ersatz werde er nicht bekommen, sagte er. 

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